Urheberrecht

Kein Urheberrechtschutz für „zusammenkopierten“ Presseartikel

Ein Presseartikel, der im Wesentlichen aus Textpassagen anderer Artikel zusammengesetzt worden ist, ist nicht urheberrechtlich geschützt. Das entschied jetzt das LG München I am 15.11.2006 durch Urteil (AZ. 21 O 22557/05). Im konkreten Fall wurde Urheberrechtsschutz für einen Beitrag in einer Jagd-Zeitschrift verlangt.

Da der Artikel im Wesentlichen aus verschiedenen Ausgangstexten zusammengesetzt worden war, verneinten die Richter die Werksqualität. Die in § 49 UrhG geregelte Vermutung für die Urheberschutzfähigkeit von Beiträgen in Zeitungen sahen sie widerlegt.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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