Urheberrecht

Kanzlei Harmsen Utescher mahnt Anbieter von Handarbeitswaren wegen der Übernahme der Jack Wolfskin Tatze ab:

Der Bekleidungskonzern Jack Wolfskin ist nunmehr dazu übergegangen, Kleinanbieter, die über Handarbeits-Portale wie „Dawanda“ selbstgebastelte oder selbstgenähte Waren anbieten, wegen angeblicher Markenrechtsverstöße abmahnen zu lassen. Im konkreten Fall verkaufte die abgemahnte Hobby-Handwerkerin selbsthergestellte Strampler, Ohrstecker, Taschenspiegel und Stickdateien. Neben Herzchen- und Sternchenmuster enthielten einige dieser Stickdateien auch ein Katzenpfötchen-Muster. Darin sieht Jack Wolfskin eine Verletzung seiner Markenrechte. Der Konzern hat die Kanzlei Harmsen und Utescher damit beauftragt Anbieter abzumahnen, deren Handarbeiten ein der Jack Wolfskin Tatze vergleichbares Pfötchen-Design aufweisen. In diesen Abmahnungen geht die Kanzlei von Streitwerten zwischen 20.000 und 25.000 Euro aus und leitet daraus Anwaltskosten zwischen 850 und 1.000 Euro ab, die den Abgemahnten in Rechnung gestellt werden. Außerdem werden die Betroffenen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert, welche im Fall der Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe von 10.000 € vorsieht. Auch Kleinanbieter bleiben nach Auskunft des Konzerns nicht von diesem Vorgehen verschont, da so der Gefahr einer Verwässerung der Marke begegnet werden solle.(Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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