Urheberrecht

GSDZ: Neben Kabel und Satellit behält Terrestrik eine besondere Rolle

Wie auch bei den vom Satellitenbetreiber ASTRA vorgelegten Zahlen, stellt der Digitalisierungsbericht 2006 einen Anstieg der Antennenhaushalte fest. Heute nutzen wieder mehr Haushalte den Empfang via Antenne als vor dem Umstieg und die Tendenz ist weiter steigend. Die Terrestrik weist in Deutschland im Vergleich der Übertragungswege den höchsten Digitalisierungsgrad auf. 57 % der Antennennutzer empfangen in Deutschland digital (beim Satelliten sind es 47%, beim Kabel 15%). In den Ballungsräumen erreicht DVB-T inzwischen zwischen 10 und 20 % der TV-Haushalte (Berlin 19,4%, Norddeutschl. 14,9 %, Köln/Bonn/Ruhrgeb. 14,1%, Rhein-Main 13,7%, Bayern 10,7%). Dagegen haben sich in den nur öffentlich-rechtlich versorgten DVB-T-Gebieten weniger als 5% der Haushalte für DVB-T entschieden.

Der jetzt vorliegende Digitalisierungsbericht 2006 der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang der Landesmedienanstalten bestätigt den erfolgreichen Umstieg auf DVB-T. Wie auch bei den vom Satellitenbetreiber ASTRA vorgelegten Zahlen, stellt der Digitalisierungsbericht 2006 einen Anstieg der Antennenhaushalte fest. Heute nutzen wieder mehr Haushalte den Empfang via Antenne als vor dem Umstieg und die Tendenz ist weiter steigend. Die Terrestrik weist in Deutschland im Vergleich der Übertragungswege den höchsten Digitalisierungsgrad auf. 57 % der Antennennutzer empfangen in Deutschland digital (beim Satelliten sind es 47%, beim Kabel 15%). In den Ballungsräumen erreicht DVB-T inzwischen zwischen 10 und 20 % der TV-Haushalte (Berlin 19,4%, Norddeutschl. 14,9 %, Köln/Bonn/Ruhrgeb. 14,1%, Rhein-Main 13,7%, Bayern 10,7%). Dagegen haben sich in den nur öffentlich-rechtlich versorgten DVB-T-Gebieten weniger als 5% der Haushalte für DVB-T entschieden.

„Die Terrestrik bleibt auch im digitalen Zeitalter ein bedeutender Übertragungsweg. Nicht nur wegen der Reichweiten. Als freier Übertragungsweg ohne zwischengelagerte Vermarktungsplattform stärkt er die Stellung der Verbraucher“, sagte Dr. Hans Hege, Vorsitzender der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang und Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. „Es wird aber auch deutlich, dass ein Übertragungsweg auch die privaten Programmveranstalter braucht, um akzeptiert zu werden.“

Während DVB-T bei der stationären Versorgung eine von mehreren Möglichkeiten darstellt, führt für die mobile Nutzung kein Weg an der Terrestrik vorbei. „Darum darf DVB-T auch nicht losgelöst von den Plänen für DVB-H betrachtet werden“, so Hege weiter. Er fordert ein Gesamtkonzept für die Terrestrik, das DVB-H und DVB-T einbezieht und die Besonderheit von Rundfunkfrequenzen berücksichtigt. „Im Unterschied beispielsweise zu Mobilfunkfrequenzen werden diese nicht versteigert, sondern kostenfrei vergeben. Wenn man den Rundfunkvorrang – auch für die private Veranstalter – mit dem öffentlichen Interesse begründet, dann resultiert daraus auch, dass diese selbst ihre Programme auch nicht nur als reine Wirtschaftgüter verstehen und vermarkten dürfen“, erklärte Hege.

Den im VISTAS Verlag erschienenen Digitalisierungsbericht 2006 können Sie auch in der kompletten deutschen Fassung oder als englische Kurzfassung unter www.digitaler-zugang.de downloaden.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen die Geschäftsstelle der GSDZ unter 030/264 967-52, Frau Turna, zur Verfügung.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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