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GEMA ./.YouTube :

Vorschlag der Musikindustrie zu Sperrtafeln

Die Musikindustrie hat jetzt einen polemischen Gegenvorschlag zum Inhalt der bei YouTube eingeblendeten Sperrtafeln unterbreitet.

 

Musik, Musikvideo, Lizenz
© Alexander Tarasov – Fotolia

Wie wir kürzlich berichtet haben, geht die GEMA gegen den Inhalt der Sperrtafeln vor. Diese haben den folgenden vollständigen Wortlaut: „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt werden.“ In den Augen der GEMA liegt darin eine gezielte Stimmungsmache. Sie wirft YouTube vor, dass sie mehr urheberrechtlich geschützte Musikvideos sperre, als die GEMA fordere. Sie hat deshalb YouTube beim Landgericht München auf Unterlassung verklagt.

 

Jetzt hat ein Vertreter der Musikindustrie die folgende Formulierung für die Sperrtafeln vorgeschlagen: „Dieses Video ist gesperrt, weil YouTube sich weigert, die Urheber der Musik in fairer Weise an seinen Millioneneinahmen zu beteiligen. Das ist schade.“

 

Der Vorschlag der Musikindustrie ist jedenfalls schärfer formuliert als der bisherige Text, weil er eine eindeutige Schuldzuweisung enthält und YouTube ausdrücklich ein unfaires Verhalten unterstellen würde. Herabwürdigende Äußerungen in Form der Schmähkritik sind gewöhnlich nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt.

 

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