Urheberrecht

GEMA verlangt von YouTube Entfernung der Sperrtafeln

Die GEMA wendet sich gegen die von YouTube eingeblendeten Sperrtafeln. Hintergrund ist ein Streit um die Bezahlung von urheberrechtlich geschützten Musikvideos.

Musik, Musikvideo, Lizenz

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Viele YouTube Nutzer kennen bei ausländischen Videos vor allem den Satz. „Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar“. Die Sperrung erfolgt, weil sich YouTube und die Verwertungsgesellschaft GEMA noch nicht über die zahlenden Gebühren pro Musikvideo geeinigt haben.

YouTube ist mit dem von der GEMA geforderten Betrag in Höhe von zwischenzeitlich 0,375 Cent pro angezeigtem Video nicht einverstanden und verweist auf die günstigen Tarife in vielen anderen Staaten. Die GEMA hat zwischenzeitlich die Verhandlungen abgebrochen. Vermutlich soll nunmehr die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt darüber befinden. Abzuwarten bleibt, ob YouTube damit einverstanden ist.

Die Verwertungsgesellschaft GEMA fordert nunmehr die Entfernung der Sperrtafeln und möchte dies durch eine einstweilige Verfügung durchsetzen. Sie begründet das damit, dass dadurch der Eindruck entstehen würde, dass sie die Lizensierung der Videos kategorisch ablehne. Dies sei jedoch laut GEMA unzutreffend.

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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