Urheberrecht

GEMA-Gebührenreform: Widerstand formiert sich

Ab 2013 sind bei der GEMA neue Tarife vorgesehen. Diese sollen zu einer erheblichen Erhöhung der Gebühren für Musikveranstaltungen führen- auch im Karneval.

Nach einer aktuellen Information des Kölner Stadtanzeigers möchte die Verwertungsgesellschaft ihre Tarife ab 01.01.2013 in der Weise ändern, dass der von den Veranstaltern erwirtschaftete Gewinn keine Rolle mehr bei der Berechnung der Gebühren spielt. Lediglich die erzielten Einnahmen oder die Größe des Veranstaltungsortes sollen für die Berechnung der Gebühr maßgeblich sein.

 

In der Praxis soll das jedoch zu einer starken Steigerung der Kosten führen. Diese sollen etwa im Bereich des Kölners Karnevals um das Fünffache anfallen. Dies hätte auch massive Konsequenzen für die Besucher, weil die Veranstalter sie durch einen höheren Eintritt an den Kosten beteiligen müsste.

 

Laut Kölner Stadtanzeiger soll sich der Bund Deutscher Karneval mit der GEMA darauf verständigt haben, dass die ab 2013 vorgesehenen Gebührenerhöhungen bis Aschermittwoch ausgesetzt werden. Die davor laufenden Sitzungen profitieren nicht von dieser Vergünstigung. Darüber hinaus werden die Gebühren auch für andere kulturelle und musikalische Veranstaltungen erheblich ansteigen.

 

Die neuen Tarife der GEMA können auf www.gema.de/veranstaltungstarife eingesehen werden. Gegen die neue Tarifreform gibt es auch eine interessante Online-Petition.

 

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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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RSSKommentare (1)

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  1. Heiner sagt:

    Es lebe die Gier.

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