Urheberrecht

FAZ erlaubt Nutzung von Rezensionen für Klappentexte

Mittlerweile sind sie nicht mehr von den Buchrücken und Klappentexten wegzudenken: Kurze, knackige Statements zum Buch aus verschiedenen Medien. Das ist nicht verwunderlich, bieten die Pressestimmen vielen Lesern eine Orientierung bei der Kaufentscheidung. Doch inwieweit sind diese Zitate urheberrechtlich geschützt? Die FAZ hat sich nun im Zuge eines Rechtsstreites klar zu diesem Thema positioniert.

Die Nutzung von Auszügen aus Rezensionen, die aus bis zu 25 aufeinanderfolgenden Wörtern bestehen, sei lizenzfrei und ohne gesonderte Genehmigung möglich, so die Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ausdrücklich dürfen diese Zitate auf Umschlagseiten und in Klappentexten sowie für die Bewerbung der besprochenen Bücher im Internet verwendet werden, heißt es in der Meldung weiter.

© svort Fotolia

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Nur für Mitglieder des Börsenvereins Deutscher Buchhandel

Allerdings gilt die Zustimmung für die Verwendung von Rezensionsauszügen zu Werbe- und Marketingzwecken nur für Mitglieder des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Diese Praxis sei unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreites mit dem Onlineportal Buch.de.

Das Online-Portal hatte auf seiner Webseite vollständigen bzw. umfangreichen Auszügen von Rezensionen der FAZ für die angebotenen Büchern geworben. Da das Online-Portal sich geweigert habe, Lizenzen für die werbliche Nutzung zu erwerben und sämtliche Einigungsangebote ausgeschlagen habe, habe man sich für eine juristische Klärung entschieden, heißt es in der Meldung der FAZ weiter.

Trotz Vermittlungsbemühungen des Börsenvereins Deutscher Buchhandel habe man bislang keine außergerichtliche Einigung erzielen können, heißt in der Meldung des Börsenvereins.

Unabhängig davon begrüße man aber die Klarstellung seitens der FAZ und hoffe, dass man eine einvernehmliche Regelung der Werbenutzung von Rezensionsauszügen, die für alle Beteiligten tragbar ist, finden werde, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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