Urheberrecht

Experten für Wegfall von Leistungsschutzrecht

Der Ausschuss Digitale Agenda hat sich für die Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger ausgesprochen.

Die Experten des Ausschusses Digitale Agenda unter Vorsitz von Jens Koeppen (CDU/CSU) waren sich in dieser Forderung einig. Zudem forderten sie eine Reform des Urheberrechtes

© svort Fotolia

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Urheberrecht aus den Fugen

Prof. Dr. Thomas Hoeren von der Universität Münster sagte vor den Abgeordneten, dass das Urheberrecht „aus den Fugen geraten und nicht mehr handhabbar“ sei. Das liege daran, dass mittlerweile „fast alles geschützt wird“. Dazu kämen „weit überhöhte“ Schutzdauern „bis 70 Jahre nach dem Tod“, so Horen laut einer Meldung des Deutschen Bundestages.

LSR „unausgegoren“

Prof. Dr. Axel Metzger von der Humboldt-Universität Berlin verwies darauf, dass die Fragen des Urheberrechtes, die der Gesetzgeber hierzulande zu regeln habe, nicht zu einer steigenden Akzeptanz des Urheberrechts beigetragen haben. Ein Beispiel dafür sei das Leistungsschutzrecht, welches „unausgegoren, kurzatmig und lobbygetrieben“ sei.

LSR richtet Schaden an

So betonte die Bereichsleiterin Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht des IT-Branchenverbandes, Judith Steinbrecher, dass das LSR jeden Tag Schaden anrichte. Die Leidtragenden dabei seien neben den Urhebern auch die Verbraucher.

Philipp Otto, Redaktionsleiter bei iRights.info, betonte, das Leistungsschutzrecht sei „völliger Quatsch und nicht europarechtskonform“, so die Meldung weiter.

Wie eine Reform des Urheberrechts jedoch aussehen könnte, darauf konnten sich die Experten nicht einigen. Es gab einerseits Forderungen nach 75% der Erlöse, die „per se“ an die Urheber fließen sollen, andere Stimmen betonten, dass man dies nicht bei allen Branchen umsetzen könne.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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