Urheberrecht

Erpresser scheitert mit Plagiatsvorwurf sich einen Arbeitsplatz bei der Deutschen Bank zu verschaffen

Ein Erpresser versuchte mit einem dreisten Plagiatsvorwurf sich einen Arbeitsplatz bei der Deutschen Bank zu verschaffen. Dabei drohte er einem Manager der Bank damit, dessen Doktorarbeit auf der Webseite VroniPlag Wiki zu veröffentlichen.

Virus, Betrug, Abzocke, Trojaner

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Zum Sachverhalt

Der Tatverdächtige lockte den Manager der Deutschen Bank unter einem Vorwand in ein Café in Frankfurt. Während des Gesprächs gab er sich als Administrator des Internetportals VroniPlag Wiki aus. Die Plattform ist dafür bekannt, verschiedene Hochschulschriften – hauptsächlich Dissertationen – zu untersuchen, die unter Plagiatsverdacht geraten sind. So sollte auch die Dissertation des Managers auf der Webseite veröffentlicht werden.

 

Der Erpresser versuchte dem Bankmanager zu verdeutlichen, dass allein schon die Veröffentlichung zu einer Rufschädigung führen würde. Da sich der Manager der Deutschen Bank jedoch keiner Schuld bewusst war und seine Doktorarbeit nach besten Gewissen verfasst hatte, ließ er sich nicht einschüchtern.

 

Fazit

Statt einer Feststellung handelt sich der Erpresser ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft ein, da der erpresste Manager Anzeige erstattete. Nach Aussage der zuständigen Staatsanwaltschaft gebe es keine Hinweise dafür, dass der Erpresser tatsächlich zu VroniPlag Wiki gehöre. Auch ein Sprecher des Portals stellte klar, dass ohne Weiteres eine Doktorarbeit auf der Webseite nicht veröffentlich werde. Vielmehr bedürfe es dazu konkreter Fundstellen.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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