Urheberrecht

Deutschland und Frankreich einigen sich über Fortentwicklung des Urheberrechts

Seit jeher gibt es im Urheberrecht das Spannungsverhältnis Rechte der Urheber und Nutzerinteressen. Einerseits müssen die Kreativen geschützt werden, um von ihren Werken partizipieren zu können. Andererseits dient es der Aufrechterhaltung der Kultur, dass die geistigen Schöpfungen auch gemeinfrei genutzt werden können.

Deutschland und Frankreich einigen sich über Fortentwicklung des Urheberrechts©-ferkelraggae-Fotolia-Fotolia_31081868_XS

Deutschland und Frankreich einigen sich über Fortentwicklung des Urheberrechts©-ferkelraggae-Fotolia-Fotolia_31081868_XS

Gemeinsame Urheberechtsposition

Das deutsche Urheberrechtsgesetz (UrhG) versucht wie jede andere Rechtsordnung auch, beiden Interessen Herr zu werden. Gerade aber das heutige Internetzeitalter bringt es mit sich, dass es von Zeit zu Zeit zu Abänderungen und Verbesserungen kommen muss. Die Regierungen von Deutschland und Frankreich haben nun eine gemeinsame Urheberechtsposition unterzeichnet.

Das ist das Ergebnis eines Kabinetttreffens von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mit der französischen Kulturministerin Fleur Pellerin.

„Bestmöglicher Zugang“

Die beiden Länder wollen sich demnach im Rahmen der Copyright-Novelle, die seitens der EU-Kommission in Planung ist, für den „bestmöglichen Zugang“ zu geschützten Werken über das Internet einsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung des Copyrights: Den Schöpfern soll ein angemessener Anteil der Einnahmen aus der Verwertung ihrer Werke garantiert werden, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

„Wer das Urheberrecht ausschließlich als technisches Hindernis auf dem Weg zur Vollendung des digitalen Binnenmarktes betrachtet, wird seiner Bedeutung nicht gerecht“, wird zugleich in der Erklärung gewarnt. Beide Länder sprachen sich zudem für eine Stärkung der Privatkopie aus, die über den Umweg der Geräteabgabe vergütet wird. Gerade die junge Generation soll das Urheberrecht nicht ausschließlich als ein Verbotsrecht wahrnehmen.(JUL)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×