Urheberrecht

Constantin scheitert gegen YouTube in zweiter Instanz

Der Constantin Film Verleih ist auch in zweiter Instanz gegen YouTube gescheitert. Das OLG München hatte entschieden, dass YouTube keine Daten von Nutzern herausgeben muss, sofern diese nicht in gewerblichem Maße das Urheberrecht verletzen.

Ein User hatte große Teile des Films „Werner – Eiskalt“ auf die Plattform hochgeladen, Constantin hatte versucht, eine Einstweilige Verfügung auf Herausgabe der Nutzerdaten zu erwirken. Das Landgericht München hatte dies bereits abgewiesen.

Das OLG München bekräftigte das Urteil. Zwar habe der User gegen das Urheberrecht verstoßen, aber eine Herausgabe von Userdaten sei nur bei „gewerblichem Ausmaße“ rechtens. Der User hatte vermutlich den Film im Kinosaal abgefilmt. Die Videos wurden bereits im Sommer auf Verlangen des Rechteinhabers entfernt, Constantin forderte aber die Nutzerdaten ein. Gegen diese OLG-Entscheidung im Eilverfahren gibt es kein weiteres Rechtsmittel. Allerdings könne der Fall im sogenannten Hauptsacheverfahren geprüft werden, so die Meldung des Branchendiensts Blickpunkt Film.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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