Urheberrecht

Caroline von Hannover wendet sich gegen Veröffentlichung von Fotos über die Erkrankung ihres Vaters

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die gegen zwei Bundesgerichtshofurteile eingelegten Verfassungsbeschwerden von Caroline von Hannover am 26.02.2008 zurückgewiesen hatte, wendet diese sich erneut an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Caroline von Hannover sieht durch die Veröffentlichung von Fotos über die Erkrankung ihres zwischenzeitlich verstorbenen Vaters Fürst Rainier von Monaco ihre Rechte aus Artikel 8 der Menschenrechtskonvention, dem Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens, verletzt. Bereits im Jahr 2004 hatte der Europäische Gerichtshof zugunsten von Caroline von Hannover entschieden und einen Verstoß gegen Artikel 8 der Menschenrechtskonvention wegen der Veröffentlichung von Fotos der Familie aus dem Privatleben bejaht, da auch Prominenten der Schutz des Artikel 8 EMRK nicht abgesprochen werden könne.

Der Bundesrepublik Deutschland ist im hiesigen Verfahren eine Stellungnahmefrist von sechs Wochen eingeräumt worden. Der Ausgang des Beschwerdeverfahrens bleibt abzuwarten.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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