Urheberrecht

Bundestag verabschiedet Reform des Urhebervertragsrechts

Der Bundestag hat die Gesetzesreform zum Urhebervertragsrecht und der Verlegerbeteiligung verabschiedet.

Bundesjustizminister Heiko Maas zeigte sich erfreut über die Gesetzesreform. So sagte er laut einer Meldung des BMJV:

Gesetzreform zum Urhebervertragsrecht verabschiedet © fotodo – Fotolia.com

Kreative stärken

„Mit dem Urhebervertragsrecht reformieren wir das Fundament unserer Kultur- und Kreativwirtschaft. Wir stärken die Kreativen im Land. Urheber und ausübende Künstler sollen für ihre Leistungen künftig fairer bezahlt werden.“

Die Reform solle mit der Stärkung der individuellen Rechte stärken und den Ausbau des kollektiven Urhebervertragsrechts die Ansprüche der Kreativen durchsetzen.

Faire Bezahlung

Weiter sagte Maas: „Faire Bezahlung für gute Arbeit brauchen wir nicht nur in Industrie und Dienstleistung. Wir brauchen sie auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Gerade dort, wo durch die Digitalisierung besonders rasante Entwicklungen stattfinden. Mit dem heute beschlossenen Gesetz sorgen wir dafür, dass sich Urheber und Verwerter wieder auf Augenhöhe begegnen. Wir stärken die Position der Kreativen bei den Vertragsverhandlungen, ohne die Geschäftsmodelle der Verwerter zu gefährden.“

Mehr Rechte für Kreative

Die Reform sieht u. a. vor, dass Urheber künftig ihr Werk, wenn sie es einem Verwerter gegen Pauschalvergütung exklusiv zur Verfügung stellen, es nach Ablauf von zehn Jahren anderweitig vermarkten dürfen.

Ausserdem sollen Kreative künftig ein Recht auf Auskunft über erfolgte Nutzungen erhalten. Zudem soll die Beteiligung der Urheber an jeder Nutzung gestärkt werden. Überdies soll Mehrfachnutzung, wie es z.B. bei Online-Medien oft der Fall ist, auch bei der Vergütung berücksichtigt werden. Zudem sollen Urheberverbänden künftig ein Verbandsklagerecht zustehen. (COH)

Den kompletten Gesetzentwurf finden Sie hier

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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