Urheberrecht

BFFS: ZDF will rechtlichen Rahmen für Showreels schaffen

Das ZDF will nach Angaben des Bundesverband Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) künftig einen rechtlichen Rahmen für die lizenzfreie Verwendung von Ausschnitten für Showreels von Schauspielern schaffen. 

Zuvor hatte es Kritik an angeblichen Lizenzgebührforderungen des ZDF für die Nutzung von TV-Ausschnitten für die Showreels von Schauspielern gegeben. Demnach ging es um Forderungen von 500 Euro pro angefangene Minute.

Nach Angaben des BFFS wären dabei die Lizenzen auf ein Jahr beschränkt und nur innerhalb Deutschlands gültig gewesen. Eine Nutzung für das Internet sei also damit nicht abgegolten gewesen, so die Angaben des BFFS zuvor auf deren Facebook-Auftritt.

Der BFFS habe daraufhin das Gespräch mit dem Sender gesucht und diese Angelegenheit zum Thema der laufenden Tarifverhandlungen gemacht. Ziel war es, dass Schauspieler das Recht erhalten, Ausschnitte für Eigenwerbung verwenden zu dürfen. Denn rechtlich betrachtet darf das ZDF Lizenzgebühren verlangen, die Schauspieler geben die Nutzungsrechte an den Produzenten ab, von dort gehen sie an den Sender. Somit sei die Nutzung der Ausschnitte für Showreels bislang in einer rechtlichen Grauzone passiert.

Nun habe das ZDF dem BFFS zugesichert, dass der Sender von SchauspielerInnen, die Ausschnitte zur nichtkommerziellen Eigendarstellung verwenden wollen, keine Lizenzgebühren verlangen werde, so die Meldung des BFFS. „Vielmehr wolle das ZDF diese Bewerbungspraxis nicht mehr nur stillschweigend dulden, sondern dafür einen rechtlichen Rahmen setzen. Diesen Rahmen können dann die Tarifpartner, BFFS, ver.di und Produzentenallianz, nutzen und die Eigendarstellung im neuen Tarifvertrag für Schauspielerinnen und Schauspieler tarifrechtlich regeln“, so die Meldung des BFFS weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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