Urheberrecht

Autoren, ZDF und Produzenten erneuern Vergütungssystem

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) hat sich nach langen Verhandlungen mit dem ZDF und der Allianz Deutscher Produzenten über die Eckpunkte für Verträge zwischen Auftragsproduzenten und Autoren geeinigt.

Mit der Vereinbarung soll der urhebergesetzlich abgesicherte Anspruch der Autoren auf angemessene Vergütung gestärkt werden, so die Meldung des ZDF. Künftig sollen die Verträge den „veränderten Nutzungsbedingungen in der digitalen Welt angepasst“ sein, so die Meldung des VDD. Dabei wurden folgende Vertragsmodelle vereinbart:

– In sogenannten Korbmodellen können die Rechte der Autoren für die Nutzung in den ZDF- Programmen und Onlineangeboten über einen bestimmten Zeitraum pauschal abgegolten werden.

– Das bisherige Wiederholungshonorarmodell steht zudem weiterhin zur Verfügung. Dort einigte man sich auf eine Erhöhung des Grundhonorars, allerdings wurden aufgrund des veränderten, diversifizierten Nutzungsverhalten der Zuschauer die Wiederholungshonorarsätze halbiert.

Die Autoren sollen künftig bei beiden Modellen zusätzlich an allen Erlösen der kommerziellen Verwertung (Auslandsverkäufe, DVD, VoD, Internet, etc) beteiligt werden, was den geringeren Wiederholungshonorarsatz ausgleichen soll, so die Meldung des VDD weiter.

Zudem erhalten die Autoren mehr Rechtssicherheit durch neue verbindliche Regeln bei der Ausgestaltung der Verträge und beim Arbeitsablauf. Die ausgehandelten Regelungen sollen zudem den „Unterbietungs-Wettbewerb“ der Branche unterbinden.

Der Vorstand des VDD wertet die Vereinbarungen als Erfolg, da somit Drehbücher besser honoriert werden könnten, so die Meldung weiter.

ZDF Intendant Dr. Thomas Bellut sagte dazu: „Mit der Vereinbarung setzen wir ein Zeichen für angemessene Vergütungsbedingungen. Wir stehen zu einem partnerschaftlichen Umgang mit Produzenten und Autoren. Die Vereinbarung ist zukunftsweisend, da sie den neuen Realitäten im digitalen Medienzeitalter Rechnung trägt.“

Alexander Thies, Vorstandsvorsitzender der Produzentenallianz ergänzte: „Die Produzenten begrüßen es, dass in einem für uns sehr wichtigen Marktsegment klare Verhältnisse für unsere Zusammenarbeit mit zwei unserer wichtigsten Partner in der deutschen Auftragsproduktion geschaffen werden.“

Laut der Meldung des ZDF wollen das ZDF und die Allianz Deutscher Produzenten zudem ihr Angebot an den Bundesverband Regie (BVR) zur Verhandlung entsprechender Rahmenvereinbarungen erneuern.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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