Internetrecht

Apple hat iTunes Match freigegeben: Legalisierung von Filesharing?

Nach mehreren Medienberichten hat Apple den Musikdienst iTunes Match in der ersten Betaversion für Entwickler freigegeben. Allerdings anscheinend mit einer Möglichkeit, die Apple nicht bedacht hat.

 

 

iTunes Match funktioniert dieser Dienst in der Weise, dass er erst einmal die Festplatte des eigenen Computers auf das Vorhandensein von Musikstücken überprüft. Soweit die entdeckten Werke zum Portfolio von iTunes gehören, können sie in der iCloud-Datenbank hinterlegt werden. Von dort können sie z.B. auf das iPhone oder iPad übertragen werden.

 

Dabei soll es jedoch eine Schwierigkeit geben. Das System ist offenbar nicht in der Lage, illegal geladene Musikstücke zu erkennen. Demzufolge können Filesharer eine legale Lizenz an urheberrechtlich geschützter Musik für die iCloud erwerben. Bleibt abzuwarten, ob Apple dies in einer weiteren Version ändern wird.

 

Deutsche Nutzer haben davon jedoch wenig, weil die Betaversion bisher nur für registrierte Entwickler in den USA verfügbar ist. Bislang ist noch nicht geklärt, ob die offizielle Version in Deutschland eingeführt wird.

 

 

Quellen:

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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