Urheberrecht

Urheberrecht: Freie Journalisten brauchen die Reform

Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich für eine Verbesserung der Rechtslage der freien Journalisten ausgesprochen.

Es sei jetzt an Bundesjustizminister Heiko Maas, an den wesentlichen Eckpunkten des Referentenentwurfs zur Reform des Urhebervertragsrechts festzuhalten, so die Meldung des DJV.

© svort Fotolia

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Stellungnahme vom DJV

Vor allem freie Journalisten würden von der Reform profitieren und könnten ihre Ansprüche gegenüber Auftraggebern besser durchsetzen, so der DJV in einer Stellungnahme, die dem Bundesjustizministerium vorgelegt wurde.

Zusätzliche Vergütung für Mehrfachnutzung

Es sei wichtig, unmissverständlich gesetzlich festzuhalten, dass Urheber Anspruch auf zusätzliche Vergütungen für Mehrfachnutzungen haben, so die Meldung weiter. Momentan bekommen mehr als Zweidrittel aller freien Journalisten weder die heute obligatorische Onlinenutzung bezahlt, noch werden sie an Erlösen aus der Verwertung ihrer Werke oder aufgrund sonstiger mehrfacher Nutzung beteiligt, heißt es in der Stellungnahme

Reform soll kollektive Rechte stärken

Ebenso sei der in der Reform vorgesehene Auskunftsanspruch unverzichtbar. Auch das Vorhaben, die kollektiven Rechte zu stärken, z. B. durch die Einführung eines Verbandsklagerechts zur Durchsetzung von Vergütungsregeln, begrüße man ebenfalls. Wenn sich beispielsweise Zeitungsverlage nicht an die von ihrem Branchenverband BDZV zusammen mit dem DJV ausgehandelten Gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie hielten, könnte nach dem Reformentwurf künftig der DJV auf die Einhaltung der Vergütungsregeln klagen, so die Meldung weiter.

Freie Journalisten heute unverzichtbar

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall betonte die Notwendigkeit der Reform: „Ohne freie Journalisten könnte keine Zeitung und keine Zeitschrift mehr im gewohnten Umfang erscheinen. Keine journalistische Sendung käme ohne die Arbeit der Freien zustande. Als Dank für ihre journalistische Tätigkeit werden viele Freien jedoch oftmals hemmungslos ausgebeutet. Damit muss Schluss sein.“ Auch wenn der Reformvorschlag gute Ansätze biete, müsse manche Einzelregelung jedoch noch praxisgerechter gefasst werden, so die Meldung weiter. Dafür habe man in der Stellungnahme konkrete Vorschläge unterbreitet, so der DJV. (COH)

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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