Telekommunikation

Zeitungsverleger fordern „Magna Carta der Telekommunikation“

Die Telekommunikation braucht verlässliche Standards: Im Rahmen des Zeitungskongresses in Dresden forderte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, dass man aus der NSA-Affäre Konsequenzen ziehen müsse.

Der freie Austausch mit anderen Menschen über moderne Kommunikationsmittel gehöre zur Würde des Menschen, so der Präsident des BDZV. Es sei z. B. für die journalistische Arbeit daher unerlässlich, dass Informanten geschützt bleiben, denn nur so könne die Presse „ihre Wächterfunktion auch im digitalen Zeitalter in vollem Umfang erfüllen“, so Heinen.

©-Victoria-Fotolia

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„Magna Carta der Telekommunikation“

Daher sei es wichtig, globale, an den Freiheitsrechten orientierte Standards in einer „Magna Carta der Telekommunikation“ niederzuschreiben, so Heinen laut einer Meldung des BDZV. Darin sollte auch die Sicherung der Netzneutralität festgeschrieben und der diskriminierungsfreie Zugang zum Netz gesetzlich garantiert werden. Anderseits könnte es eine „Mehrklassengesellschaft etwa nach Größe oder Finanzkraft der Inhalteanbieter“ geben, so die Befürchtung von Heinen.

Auch Verbraucherschützer und die Medienanstalten haben sich schon für eine gesetzliche Netzneutralität ausgesprochen.

Digitaler Markt wächst

Verlässliche Standards für die digitale Welt sind vor allem relevant, da die Zeitungen aufgrund des Internets mehr Leser als je zuvor erreichen: Zu den täglich 50 Millionen Lesern der gedruckten Zeitungen kommen 30 Millionen Internetnutzer, die regelmäßig die Websites der Verlage besuchten, dazu, so die Meldung des BDZV. Gerade im Bereich der digitalen Produkte sei es daher besonders wichtig, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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