Telekommunikation

Vodafone übernimmt Kabel Deutschland

Wie kürzlich bekannt gegeben, übernimmt der britische Mobilfunkanbieter Vodafone wie geplant den Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland.

Den Briten war die für die Übernahme notwendige Mehrheit von 75 % der  Kabel-Deutschland-Aktien zum Kauf angeboten worden. Insgesamt wollte Vodafone für die Übernahme Kabel Deutschlands rund 7,7 Milliarden € ausgeben. Der Mobilfunkanbieter hatte 87 € je Aktie, inklusive einer Dividende von 2,50 Euro pro Anteilsschein geboten.

©-Victoria-Fotolia

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Deal geglückt

Wie am Montag mitgeteilt wurde, hat nun Vodafone mit seinem Übernahmeangebot für Kabel Deutschland knapp die Mindestschwelle von 75 % überschritten. Laut Vodafone hat der britische Mobilfunkkonzern 76,5 % an dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber gesichert und somit insgesamt 10,7 Milliarden € statt den geplanten 7,7 Milliarden €  in die Übernahme investiert.

Frontalangriff auf die Deutsche Telekom

Mit dem milliardenschweren Superkauf will Vodafone den Quasi-Monopolisten Deutsche Telekom angreifen: Vodafone will in Zukunft Mobilfunk, Telefon-Angebote und High-Speed Internet-Verbindungen per Kabel aus einer Hand anbieten. Die Zustimmung der EU-Kommission muss hier noch abgewartet werden – die Frist der kartellrechtlichen Prüfung endet am Freitag.

Änderungen für Kabel Deutschland Kunden

Für bestehende Verträge wird sich vorerst nichts ändern. Erst nach Ablauf der Vertragslaufzeit kann der Provider die Konditionen von Kabel- oder DSL-Anschlüssen neu festlegen. Ein Blick ins Kleingedruckte der Verträge lohnt sich aber trotzdem, da in vielen Fällen sogenannten „Änderungsvorbehalte“ vom Provider festgehalten wurden. Dies bedeutet, dass Anbieter die Verträge auch während der Laufzeit ändern kann. Hier muss jedoch eine Begründung vorliegen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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