Alle Artikel mit dem Tag "Tauschbörse"

Filesharing – Unwissenheit schützt nicht vor Haftung

Wer urheberrechtlich geschützte Dateien aus einer Tauschbörse im Internet herunterlädt, kann sich nicht einfach auf Unkenntnis hinsichtlich der Funktionsweise eines Tauschbörsenprogramms berufen. Vielmehr muss der Abgemahnte damit rechnen, dass er wegen Filesharing in Anspruch genommen wird. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Entscheidung des Landgerichtes Bochum.

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Filesharing – Mutter haftet wegen Behauptungen ins Blaue

Wenn Eltern wegen Filesharing ihrer Kinder über ihren Internetanschluss abgemahnt werden, sollten sie sich im Rahmen ihrer Verteidigung keine vagen Behauptungen ins Blaue abgeben. Ansonsten kann das für sie schnell tragische Konsequenzen haben. Dies wird an einer aktuellen Entscheidung des Amtsgerichtes Frankfurt am Main deutlich.

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Musikindustrie muss Filesharing durch Angehörige widerlegen

Eltern die eine Filesharing Abmahnung erhalten haben brauchen bei ihrer Verteidigung nicht nachzuweisen, dass sie ihren Kindern die Nutzung ihres Internetanschlusses eingeräumt haben. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Entscheidung des Landgerichtes Düsseldorf. Dieses Gericht kommt im Rahmen seiner ausführlichen Urteilsbegründung auch auf die neueste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Tauschbörse III) zu sprechen.

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Filesharing: BaumgartenBrandt verliert vor dem LG Mannheim

Von geschäftstüchtigen Abmahnanwälten wird gerne behauptet, dass der Bundesgerichtshof in seiner jüngsten Rechtsprechung die Verteidigung von wegen Filesharing abgemahnten Anschlussinhabern erschwert werden soll. Dass diese Behauptung mehr als fragwürdig ist, ergibt sich aus einem aktuellen Urteil des Landgerichtes Mannheim.

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Niederlage von BaumgartenBrandt: Zugang von Ehefrau reicht zur Entlastung vom Filesharing

Ein abgemahnter Anschlussinhaber kann nicht ohne Weiteres wegen Filesharing als Täter zur Verantwortung gezogen werden, wenn der Ehegatte ebenfalls Zugang zum Internetanschluss hatte. Dies hat das Amtsgericht Rostock in einer aktuellen Entscheidung klargestellt.

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Filesharing: Eltern sollen ihr Kind ans Messer liefern–fragwürdiges Urteil des OLG München

Update 18.01.2016: Uns liegen inzwischen die vollständigen Entscheidungsgründe vor. Aus diesen geht hervor, dass das OLG München offenbar der Auffassung ist, dass dem Schutz der Eigentumsgewährleistung (Art. 14 GG) der Rechteinhaber ein größeres Gewicht beizumessen sei als dem Schutz von Ehe und Familie (Art. 6 Abs. 1 GG):

„Entgegen der Auffassung der Beklagten steht die Grundrechtsverbürgung des Art. 6 Abs. 1 GG, nach der Ehe und Familie unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung stehen, dieser zivilprozessualen Obliegenheit nicht entgegen. Denn Art. 6 Abs. 1 GG gewährt keinen schrankenlosen Schutz gegen jede Art von Beeinträchtigung familiärer Belange; vielmehr sind auch die gegenläufigen Belange der Klägerin, deren Ansprüche ihrerseits den Schutz der Eigentumsgewährleistung des Art. 14 GG genießen, zu berücksichtigen. Diesen kommt im Streitfall ein Gewicht zu, das es rechtfertigt, dass sich die Beklagten im Einzelnen dazu erklären müssen, wie es zu den – unstreitig über ihren Internetanschluss erfolgten – Rechtsverletzungen aus der Familie heraus gekommen sei; andernfalls könnten die Inhaber urheberrechtlich geschützter Nutzungsrechte bei Rechtsverletzungen vermittels von Familien genutzter Internetanschlüsse ihre Ansprüche regelmäßig nicht durchsetzen.“

Dass dieses unserer Auffassung nach falsche Abwägungsergebnis auf wackligen Beinen steht, hat das OLG München offenbar auch selbst erkannt und die Revision ausdrücklich zugelassen.

Unabhängig davon enthält das Urteil aber auch einige interessante Ausführungen zur systematischen Einordnung von tatsächlicher Vermutung und sekundärer Darlegungs- und Beweislast in Filesharing-Verfahren:

„Voraussetzung für das Eingreifen der tatsächlichen Vermutung der Täterschaft des Inhabers eines Internetanschlusses ist allerdings nicht nur das Vorliegen einer Verletzungshandlung, die von diesem Internetanschluss ausging, sondern – im Falle der hinreichenden Sicherung des Anschlusses – auch, dass der Anschluss nicht bewusst anderen Personen zur Nutzung überlassen wurde […].“

Und weiter:

„Entspricht der Anschlussinhaber seiner sekundären Darlegungslast, ist es wieder Sache des Anspruchstellers, die für eine Haftung des Anschlussinhabers als Täter einer Urheberrechtsverletzung sprechenden Umstände darzulegen und nachzuweisen (vgl. BGH, a. a. O., – Tauschbörse III Tz. 37 a. E.); dazu muss er entweder beweisen, dass entgegen dem substantiierten Vorbringen des Anschlussinhabers doch kein Dritter Zugriff auf den Anschluss hatte, und sich anschließend auf die dann geltende tatsächliche Vermutung berufen, oder er muss unmittelbar – ohne Inanspruchnahme der tatsächlichen Vermutung – die Täterschaft des Anschlussinhabers beweisen.“

Kommt der beklagte Anschlussinhaber also seiner sekundären Darlegungslast inhaltlich nach, indem er nicht nur die Personen mit Zugriffsmöglichkeit zum Tatzeitpunkt, sondern auch das Ergebnis seiner zumutbaren Nachforschungen mitteilt, muss er diesen Vortrag nach Auffassung des OLG München nicht beweisen. Vielmehr sei es dann Sache des Anspruchstellers, das Gegenteil (keine Zugriffsmöglichkeit anderer Personen bzw. Täterschaft des Anschlussinhabers) zu beweisen.

Aber auch im vorliegenden Fall, dass das Gericht die Anforderungen an die sekundäre Darlegungslast aufgrund des nicht mitgeteilten Ergebnisses der Nachforschungen nicht als erfüllt ansieht, sind nach Ansicht des Senats nicht sämtliche Verteidigungsmöglichkeiten abgeschnitten. So führt das OLG München weiter aus:

„Entspricht der Anschlussinhaber dagegen seiner sekundären Darlegungslast nicht, ist zugunsten des Anspruchstellers dessen Vorbringen zugrunde zu legen (vgl. BGH NJW 2010, 2506 Tz. 26 m. w. N.), das die tatsächliche Vermutung der Täterschaft des Anschlussinhabers begründet. Dann muss zu deren Widerlegung der Anschlussinhaber den Beweis führen, dass auch andere als Täter in Betracht kommen.“

Wenn die Kinder der beklagten Ehegatten sich also vorliegend nicht auf das ihnen zustehende Zeugnisverweigerungsrecht berufen, sondern glaubhaft bestätigt hätten, dass sie zur streitgegenständlichen Zeit Zugriff auf den Internetanschluss nehmen konnten, hätten die Beklagten die gegen sie streitende tatsächliche Vermutung wohl erschüttert bzw. entkräftet, weil dann erwiesenermaßen auch andere Personen als Täter der Rechtsverletzung in Betracht gekommen wären.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass das OLG München zwar die Anforderungen an die sekundäre Darlegungslast und insbesondere die Nachforschungspflichten des beklagten Anschlussinhabers mit Blick auf den Schutz der Familie überspannt. Die auch im Leitsatz der Entscheidung festgehaltenen Grundsätze zur Darlegungs- und Beweislast in Filesharing-Verfahren sind dagegen durchaus zu begrüßen. (Update Ende)

Das Oberlandesgericht München hat in einem Filesharing Verfahren eine zweifelhafte Entscheidung zugunsten der Abmahnindustrie getroffen. Eltern sollen als Anschlussinhaber für eine nicht begangene Tat haften, weil sie ihr Kind nicht an den Pranger stellen wollen.

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Filesharing:Niederlage von Musikindustrie-Ermittlungspanne nicht ausgeschlossen

Abmahnanwälte müssen in einem Filesharing Verfahren genau darlegen, auf welche Weise sie die IP-Adresse eines Anschlussinhabers ermittelt haben. Dies hat das Landgericht Düsseldorf in einer aktuellen Entscheidung klargestellt und ein klageabweisendes Urteil der Vorinstanz bestätigt.

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Privates Filesharing: Gericht setzt hohen Schadensersatz an

In einem aktuellen Filesharing Verfahren hat das Landgericht Düsseldorf gegenüber einen privaten Nutzer einen hohen Anspruch auf Schadensersatz zuerkannt und die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben.

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Abmahnanwalt muss Zugang von Abmahnung beweisen

Abmahnanwälte müssen unter Umständen beweisen können, dass der Abgemahnte die Abmahnung wegen Filesharing auch wirklich erhalten hat. Diese hat jetzt das Amtsgericht Halle/Saale in einer aktuellen Entscheidung klargestellt.

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Auslieferungsverfahren von Kim Dotcom

Schon seit über vier Jahren steht die Auslieferung des in Kiel geborenen Megaupload-Gründers Kim Dotcom von Neuseeland an die USA im Raum. Nun wartet Kim Dotcom auf das Urteil des neuseeländischen Richters, Newin Dawson. Sollte Newin Dawson einer Auslieferung an die USA zustimmen, so erwartet Kim Dotcom dort bis zu 20 Jahren Haft.

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