Alle Artikel mit dem Tag "Reiseveranstalter"

Reisemangel muss bei Reiseveranstalter angezeigt werden

Der Bundesgerichtshof (Urteil vom 19.07.2016, Az. X ZR 123/15) hat entschieden, dass Urlauber einen bestehenden Reisemangel grundsätzlich beim Reiseveranstalter anzeigen müssen. Diese Pflicht gilt auch dann, wenn der Reiseveranstalter die vorliegenden Mängel bereits kennt. Eine Mangelanzeige kann nur in Ausnahmefällen entbehrlich sein.

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Keine Haftung des Reiseveranstalters für teuren Schmuckeinkauf

Das Amtsgericht München (Urt. v. 10.06.2016, Az.: 271 C 8375/16) hat entschieden, dass ein Reiseveranstalter im Rahmen der Organisation des Besuchs einer Schmuckmanufaktur nicht für das Fehlverhalten der Schmuckmanufaktur haftet, wenn Touristen teuren Schmuck einkaufen. Der Reiseveranstalter ist kein Erfüllungsgehilfe der Schmuckmanufaktur.

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Reiseversicherung darf im Buchungsportal nicht voreingestellt sein

Das KG Berlin hat mit Urteil vom 21.07.2015 (Az. 5 U 114/14) entschieden, dass ein Buchungsvorgang auf einem Reiseportal wettbewerbswidrig ist, wenn die Reiseversicherung abgewählt werden muss.

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OLG Rostock: Reiseveranstalter darf i.d.R. nur 20% des Reisepreises als Anzahlung verlangen

Eine Anzahlung auf eine AIDA-Kreuzfahrt darf idR. nur maximal 20% des Reisepreises betragen. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Rostock beschlossen (Beschluss vom 06.05.2015 – Az.: 2 U 22/14). Damit bestätigten die Rostocker Richter die neue Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Entscheidungen vom 09.12.2014 – Az. X ZR 85/12, X ZR 147/13, X ZR 13/14).

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BGH deckelt Anzahlungen beim Reisepreis

Reiseveranstalter dürfen normalerweise keine hohen Anzahlungen bei der Buchung einer Pauschalreise verlangen. Dies hat der Bundesgerichtshof jetzt klargestellt.

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Kinderlärm im Urlaub stellt keine besondere Beeinträchtigung dar

Der geplante oder bereits gebuchte Urlaub stellt für viele Arbeitstätige eine starke Motivation dar um den Arbeitsalltag zu meistern. Im Urlaub möchte man jeglichen Stress zurücklassen und neue Kräfte sammeln. Für viele Urlauber ist dies jedoch nicht möglich, wenn Lärm die Erholung gefährdet. Daher suchen viele Urlauber ihren Urlaubsort gezielt nach Kriterien aus, die eine Erholung bestmöglich gewährleisten. Sehr beliebt sind hierbei Clubanlagen, die Besuchern unter 18 Jahren keinen Zutritt gestatten. Hierdurch schützen sich viele Urlauber vor lärmenden Kindern. Für diesen Umstand sind die Urlauber gerne bereit einen höheren Preis für ihre Urlaubsreise zu investieren. Besonders ärgerlich ist es jedoch, wenn trotz Zusicherung lärmende Kinder in der Clubanlage vorgefunden werden. Nicht wenige Urlauber erachten ihre Reise in diesem Fall als völlig wertlos. Im Anschluss stellt sich die Frage inwiefern die betroffenen Urlauber ihr Geld vom Reiseveranstalter zurückverlangen dürfen. Einen derart gelagerten Fall musste kürzlich das Amtsgericht Hannover entscheiden und kam zum Ergebnis, dass Kinderlärm als sozialadäquat hinzunehmen sei (Amtsgericht Hannover, Urteil vom 11.07.2014 – 558 C 2900/14).

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Keine beliebige Verlegung der Flugzeiten durch den Reiseveranstalter mehr

Der Bundesgerichtshof entschied in seinem Urteil vom 10.12.13 (AZ: X ZR 24/13), dass ein Reiseveranstalter die Flugzeiten nur noch dann ändern kann, wenn im Vertrag „voraussichtliche“ Flugzeiten genannt sind und sachliche Gründe für eine Verlegung vorliegen.

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Mängelanzeigen im Reiserecht sind nur gegenüber der Reiseleitung wirksam

Die beliebteste Jahreszeit stellt zweifelsohne die Urlaubszeit dar. Viele können es kaum erwarten ihren wohl verdienten Urlaub anzutreten. Das letzte was man in diesem Zusammenhang gebrauchen kann ist eine Unterkunft, die den Versprechungen aus dem Katalog nicht entspricht. In diesem Fall ist eine unverzügliche Mängelanzeige anzuraten. Diese Mängel sind jedoch nach einem Urteil des Amtsgerichtes München gegenüber der Reiseleitung anzuzeigen und nicht gegenüber der Hotelrezeption (Amtsgericht München, Urteil vom 12.04.2013 – 264 C 25862/11).  Mängelanzeigen bei der Hotelrezeption sind nicht ausreichend.

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AG Viersen: Rausschmiss von angetrunkenen All-inclusive-Urlaubern begründet einen Reisemangel

Eine Reiseleistung ist mangelhaft, wenn es zwischen einem Paar aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums zu lautstarken Auseinandersetzungen kommt und es daraufhin in ihrem Urlaub aus dem Hotel im Ausland geworfen wird und deshalb vorzeitig nach Deutschland zurückkehren muss. Denn der unbegrenzte Getränkeausschank bei einer All-inclusive-Buchung verleite zu übermäßigem Alkoholgenuss, so dass lautstarke Streitereien keinen ausreichenden Grund für eine Vertragskündigung seitens des Reiseveranstalters darstellen (Amtsgericht (AG) Viersen, Urt. v. 09.04.2013 – Az. 2 C 446/11).

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Verbraucherzentrale NRW: Airlines sollen auf Vorkasse verzichten

Die Verbraucherzentrale NRW mahnt sechs deutsche Fluggesellschaften aufgrund überzogener Vorauskasse- Forderungen ab. Denn bereits Monate im Voraus verlangen diese bei der Buchung den vollen Flugpreis. Sollten die Fluggesellschaften bis Ende Mai 2013 nicht von ihrem bisherigen Geschäftsmodell absehen, reichen die Verbraucherschützer Klage ein.

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