Alle Artikel mit dem Tag "identifizierende Berichterstattung"

Keine Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch identifizierende Berichterstattung bei vorherigen Fernseh-Auftritten

Das Landgericht Köln hatte entschieden (Urteil vom 20.07.2016, Az.: 28 0 67/16), dass Personen, die Fernsehinterviews geben und auch sonst in der Öffentlichkeit auftreten, sich nur eingeschränkt auf ihr Allgemeines Persönlichkeitsrecht berufen können.

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Rabaukenjäger – Journalist muss 1000 Euro Strafe zahlen

Das LG Neubrandenburg hat in der Berufungsinstanz entschieden, dass ein Journalist des Nordkuriers insgesamt 1000 Euro Strafe wegen der Beleidigung eines Jägers zahlen muss. Schon in erster Instanz hatte das Amtsgericht Pasewalk die Bezeichnung Rabaukenjäger als strafrechtlich relevante Beleidigung gewertet. Der Journalist wird das Urteil nicht akzeptieren und notfalls durch alle Instanzen ziehen wollen. Der Nordkurier wird ihn auf diesem Weg unterstützen. Nach Ansicht des Nordkuriers sei durch das Urteil die Pressefreiheit gefährdet.

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YouTube-Video von Unfallopfer kann Persönlichkeitsrechtsverletzung sein

Ein YouTube-Video von einem Unfallopfer dürfen auch dann nicht ohne Weiteres ins Internet gestellt werden, wenn darauf nur einzelne Körperteile einer Person zu erkennen sind. Hier kommt eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes durch eine unzulässige identifizierende Berichterstattung in Betracht. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Entscheidung des Landgerichtes Essen.

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LG Köln: Zulässigkeit von identifizierender Berichterstattung über Drogentest bei Verkehrskontrolle

Ein Fernsehsender darf nicht einfach darüber berichten, dass bei einem Schauspieler ein Drogentest im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle durchgeführt worden ist. Das gilt vor allem, wenn dieser negativ verlaufen ist. Dies hat das Landgericht Köln entschieden.

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LG Hamburg: Zulässigkeit von identifizierender Berichterstattung über Serienmörder

Inwieweit darf die Presse in einem Beitrag über ein lange Zeit zurückliegendes Kapitalverbrechen Namen und Bild des verurteilten Mörders veröffentlichen? Mit dieser für Journalisten wichtigen Frage hat sich jetzt das Landgericht Hamburg beschäftigt.

 

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OLG Köln: Durch Berichterstattung aus mündlicher Verhandlung kann das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt werden

Journalisten sollten bei der Berichterstattung über eine Gerichtsverhandlung daran denken, dass auch der Beschuldigte in einem Strafverfahren ein Recht auf Wahrung seiner Intimsphäre hat. Dies bedeutet,dass die Medien normalerweise keine Details über sein Sexualleben veröffentlichen dürfen. Ansonsten wird das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Beschuldigten verletzt. Dies hat das Oberlandesgericht Köln entschieden.

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OLG München: Keine identifizierende Berichterstattung über mutmaßlichen Straftäter

Das Landgericht München I hatte einer Zeitung im Wege der einstweiligen Verfügung vorsorglich die identifizierende Berichterstattung über eine mündliche Hauptverhandlung untersagt, weil dadurch das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Angeklagten verletzt würde. Dies hat jetzt das Oberlandesgericht München bestätigt.
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LG München: Redaktion braucht bei der Wahl von einem Phantasienamen nicht aufzupassen

Journalisten müssen sich im Rahmen ihrer Berichterstattung häufig Phantasienamen als Pseudonym wählen, um das Allgemeine Persönlichkeitsrecht – etwa eines Opfers oder eines mutmaßlichen Täters – zu wahren. Aber was passiert, wenn der gewählte Name nicht nur in der Fantasie der Redakteure existiert, sondern echt ist? Hiermit musste sich das Landgericht München beschäftigen.

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BGH: Straftäter muss namentliche Nennung in Meldung aus Online-Archiv hinnehmen

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte 15 Jahre nach der Ermordung des bekannten Schauspielers Walter Sedlmayr über eine Unterlassungsklage des im Jahre 1993 gemeinsam mit seinem Halbbruder zur lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilten Mörders zu entscheiden. Der Fall erregte in der Medienlandschaft erhebliches Aufsehen.

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Presserat rügt identifizierende Berichterstattung bei Attentaten in Norwegen

Der Deutsche Presserat kritisierte vor allem im Rahmen einer Tagung, dass bei der Berichterstattung über den Bombenanschlag in Oslo sowie dem Amoklauf auf Utoya das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Opfer zu wenig geachtet worden ist. Von ihnen hätte nicht einfach ein Bild mit Namen publiziert werden dürfen.

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