YouTube – Abmahncheck

Auf der Plattform YouTube sind unzählige Videos verfügbar. Von professionellen Marketingvideos bis zu privaten Urlaubsvideos, ist alles vorhanden, was die Internetnutzer bewegt.
Jeder kann mit ein paar wenigen Klicks seine Videos online stellen. Vorher sollte sich jeder YouTuber jedoch mit dem geltenden Recht befassen und ein paar wichtige Punkte beachten, um nicht in die Abmahnfalle zu tappen.


YouTube - Abmahncheck | © Oleksiy Mark - Fotolia.com

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Die folgende Checkliste hilft beim Schutz vor Abmahnungen auf YouTube:

Beachtung der Persönlichkeitsrechte

Wenn Dritte Personen in dem Video vorkommen, sollte sichergestellt werden, dass diese Person mit der Veröffentlichung des Videos bei YouTube einverstanden ist.

Jeder hat ein Recht am eigenen Bild und kann grundsätzlich gegen die nicht genehmigte Veröffentlichung seines Bildnisses vorgehen. Ausnahmen gibt es hier nur bei Personen der Zeitgeschichte oder bei der Berichterstattung tagesaktueller Geschehnisse.

Beachtung der Urheberrechte

Zusammenschnitte lustiger, fremder Videos oder die Parodie eines Musikstücks sind bei YouTubern beliebt. Wer jedoch hier nicht die Urheberrechte beachtet und die entsprechenden Lizenzen einholt, riskiert eine Abmahnung. Jeder Schöpfer eines Werks – sei es ein Musikstück, ein Computerspiel oder ein Film – besitzt die Urheberrechte an diesem Werk.

Ohne sein Einverständnis dürfen die Werke grundsätzlich weder verarbeitet, noch weiterverbreitet werden. Parodien sind zwar erlaubt, jedoch sollten YouTuber sich vor der Veröffentlichung einer Parodie lieber juristischen Rat einholen, denn die rechtliche Grenze wann eine Parodie oder eine unzulässige Bearbeitung vorliegt, ist nicht einfach zu ziehen.

Achtung vor verbotener Schleichwerbung

Wer in seinen Videos Produkte bekannter Marken zeigen möchte oder Produkte bekannter Marken im Rahmen seines Videos nutzt, sollte vorsichtig sein. Schnell steht hier der Vorwurf der Schleichwerbung im Raum. Werbeinhalte und Produktplatzierungen müssen grundsätzlich entsprechend gekennzeichnet werden. Ansonsten drohen Abmahnungen, die schnell einige tausend Euro kosten können sowie Unterlassungsforderungen.

Gewinnspiele

Erfolgreiche, kommerzielle YouTuber veranstalten gerne Gewinnspiele, um ihre Fans bei Laune zu halten. Dabei sind datenschutzrechtliche Bestimmungen, sowie der Jugendschutz zu beachten.

Jugendschutz

Videos mit jugendgefährdenden Inhalten (beispielsweise ein Let´s Play Video für ein Spiel über 18) müssen mit einer entsprechenden Abrufsperre versehen werden.

Impressum

Wer bei YouTube geschäftsmäßig Videos hochlädt, braucht zwingend ein Impressum (Vgl. §5 TMG). Ist das Impressum fehlerhaft oder fehlt es ganz, sind Abmahnungen fast garantiert.


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Das Expertenteam um Rafaela Wilde steht Ihnen gerne Rede und Antwort für Ihre Fragen. Rufen Sie uns unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an!


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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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