Der Produzentenvertrag

Ein Produzentenvertrag (auch „Producervertrag“) ist ein Vertrag zwischen einem Tonträgerunternehmen und einem künstlerischen Produzenten zur Herstellung von Tonaufnahmen mit einem Künstler oder einer Gruppe von Künstlern.

Ein künstlerischer Produzent zeichnet sich dadurch aus, dass er an der eigentlichen Produktion der Musikwerke mitwirkt und dabei einen so großen Einfluss auf die Gestaltung des Musikwerkes nimmt, dass seine Leistung schutzfähig ist.

Inhalt des Produzentenvertrags

Aufgrund dieses Leistungsschutzes ist vor allem hinsichtlich der vom Produzenten auf das Tonträgerunternehmen übertragenen Verwertungsrechte auf den Künstlervertrag zu verweisen.

Insbesondere die Exklusivität der Rechteübertragung ist weniger umfangreich im Vergleich zum Künstlervertrag. So wird sich der Produzent im Regelfall nicht persönlich an das Tonträgerunternehmen binden. Dadurch hat der Produzent wesentlich mehr Freiheiten um verschiedene Künstler zu produzieren und somit wirtschaftlich unabhängig bleiben zu können.

Dementsprechend ist die Vertragsdauer üblicherweise auf die konkrete Produktion angepasst. Natürlich ist auch hier die Regelung einer Vertragsverlängerung möglich, wenn die Parteien es für förderlich erachten.

Die Vergütung des Produzenten erfolgt durch eine Beteiligung am Umsatzerlös. Diese Beteiligung fällt meistens aber geringer aus, als die der Künstler. Dafür enthalten Produzentenverträge grundsätzlich Regelungen bezüglich Vorschusszahlungen. Diese Vorschusszahlungen sind nicht rückzahlbar, werden aber mit den Erlösen verrechnet.

Außerdem kommt das Tonträgerunternehmen meistens für die Produktionskosten des Produzenten auf, womit das wirtschaftliche Risiko entfällt.

Individuelle Beratung

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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