Prüfung und Erstellung von Arbeits- und Werkverträgen

Unabhängig davon, ob als Freelancer, Angestellter oder Unternehmer: Jeder Berufstätige muss sich im Laufe der Zeit mit Vertragswerken auseinandersetzen, die die rechtliche Beziehung zwischen Arbeitgebern, Auftraggebern oder Bestellern auf der einen Seite und Arbeitnehmer oder Ausführenden auf der anderen Seite regeln.

Die schriftliche Fixierung vertraglicher Absprachen ist dringend geboten, um ein für beide Vertragspartner rechtlich sicheres Wirtschaften garantieren zu können. Darüber hinaus können anwaltlich geprüfte oder entwickelte Verträge auch im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung über z.B. Rechte und Pflichten der Vertragspartner, mögliche Schlecht- oder Nichtleistungen, geforderte Schadensersatzsummen oder Vertragsstrafen schützen.

Ein Arbeits- oder Werkvertrag ist grundsätzlich formfrei und mündlich wirksam. Problematisch an mündlichen Verträgen ist jedoch, dass der Anspruchsteller in einer Streitfrage mündliche Absprachen nur schlecht nachweisen kann. Auch wenn teilweise – vor allem bei zeitlich kurzer Zusammen- oder Projektarbeit – die Erstellung und der Abschluss von rechtlich sicheren schriftlichen Verträgen als nicht nötig, zu teuer oder als zu viel Aufwand bewertet wird, sollte diese Mühe nicht gescheut werden.

Kosten für Anwälte, Gerichtsverfahren oder mögliche notwendige unternehmerische Zusatzinvestitionen im Zuge bestehender Konflikte zwischen Arbeit- oder Auftraggebern und Mitarbeitern übersteigen regelmäßig die Kosten, die eine sorgfältige anwaltliche Vertragsprüfung vor Vertragsunterzeichnung gekostet hätte.

Inhalt eines Arbeitsvertrages

Der Inhalt eines Arbeits- oder Projektvertrages sollte in erster Linie die Tätigkeitsschwerpunkte und die konkreten Aufgaben der Vertragspartner beschreiben. Hierbei sollte geregelt werden, wo, wann und mit welcher Ausstattung die Aufgaben erledigt werden und wer für entstehende Nebenkosten einsteht. Darüber hinaus sollte der Beginn, das Ende oder die Laufzeit der Zusammenarbeit konkret angegeben werden.

Dabei lohnt es sich mitunter mehrere Zwischenschritte der Leistungserbringung festzulegen, damit ein Projekt möglichst ohne Verzug realisiert werden kann. Die Arbeitszeit sowie die Vergütung und die möglichen Ansprüche auf Urlaub sind selbstredend weitere Vertragsdetails, die schriftlich ausgehandelt und fixiert werden sollten, um den beiderseitigen Interessen der Vertragspartner möglichst umfassend Rechnung zu tragen.

Gerade im kreativen Bereich bietet es sich an schriftliche Regelungen über erlaubte Nebentätigkeiten oder Wettbewerbsverbote zu treffen und entsprechende Vertraulichkeitserklärungen zu fertigen, die auch nach Ende der vertraglichen Beziehung eigene Betriebsinterna oder unternehmerisches Knowhow schützen. Zudem sollten umfassende Regelungen getroffen werden, die Nutzungs- und Verwertungsrechte von kreativem Inhalt regeln.

Projektbasierte Arbeit

Im Bereich Design möchten Vertragspartner nicht immer einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag schließen, der die Vertragspartner meist langfristig aneinander bindet. Oftmals schließen sich Menschen für kürzere projektbasierte Arbeiten zusammen oder es wird nur eine bestimmte Leistung, z.B. die Gestaltung eines Marken-Logos, das Design einer Homepage oder App, ein Slogan oder ein Text benötigt.

In diesen Fällen schließen Designer und Unternehmer regelmäßig Dienst- oder Werkverträge. Die Unterscheidung zwischen Dienst- und Werkvertrag orientiert sich grob daran, was als Leistungsgegenstand vereinbart ist. Steht eine Leistung im Vordergrund, wird sich ein Vertrag vornehmlich als Dienstvertrag klassifizieren lassen. Ist hingegen ein Ergebnis geschuldet, z.B. die Gestaltung eines Markenlogos, wird es sich meistens um einen Werkvertrag handeln.

Sowohl Dienst- als auch Werkvertrag sollten ebenfalls schriftlich geschlossen werden und alle wichtigen Vertragsinhalte zu Leistungsgegenstand, Vergütung, Laufzeiten und sonstigen aus einem Arbeitsvertrag bekannten Regelungen enthalten.

Vorsorge hilft bei Konflikten

Die Prüfung und Erstellung von rechtlich sicheren Arbeits-, Werk- oder Dienstverträgen ist sowohl für Unternehmer, Selbstständige als auch Arbeitnehmer die Basis eines erfolgreichen Wirtschaftens. So lange zwischen Vertragspartnern keine Konflikte um Vertragsinhalte entstehen, scheint eine ausführliche juristische Beratung im Vorfeld möglicherweise obsolet.

Kommt es – wie so häufig – dann zu Streitigkeiten über Leistungsgegenstände, Bezahlung oder sonstige Pflichten, ist der vorher ausgearbeitete Vertrag für die Durchsetzung oder die Abwehr etwaiger Ansprüche von hoher Wichtigkeit.

Gerne beraten wir Sie bei der Ausarbeitung und Erstellung von Arbeits-, Werk- oder Dienstverträgen. Ebenso prüfen wir gerne Ihnen angebotene Verträge auf rechtliche Plausibilität und entwerfen bei Bedarf Änderungsvorschläge, um Ihre vertragliche Situation zu verbessern.


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Das Expertenteam um Rafaela Wilde steht Ihnen gerne Rede und Antwort für Ihre Fragen. Rufen Sie uns unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an!


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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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