Kauf- und Lieferverträge für Materialien

Kaufen Selbstständige nötige Materialien für die eigene Produktion von Dritten ein, werden regelmäßig Kauf- und Lieferverträge zwischen den Vertragspartnern geschlossen. Der Erstellung genau dieser Kauf- und Lieferverträge sollte große Sorgfalt gewidmet werden.

Gerade wenn benötigte Materialien von Dritten für die eigene Fertigung unerlässlich sind, können Probleme oder Streitigkeiten mit Zulieferern die gesamte eigene Produktion gefährden und erhebliche wirtschaftliche Belastungen nach sich ziehen.
Im produzierenden Gewerbe ist der Selbstständige regelmäßig darauf angewiesen bestimmte Produkte für die Produktion oder Fertigung des eigenen Produktes von Dritten einzukaufen. Nur selten ist es möglich alle notwendigen Produktionsmaterialien aus eigener Herstellung zu beziehen.

Vertragspflichten von Zulieferfirmen

Haben Sie ein Produkt oder ein Material entdeckt und ausgewählt, das Sie für die eigene Fertigung oder Produktion benötigen, sollten Sie mit dem Zulieferer einen für beide Seiten transparenten Kauf- und Liefervertrag schließen. Dieser sollte die gegenseitigen Rechte und Pflichten ausführlich dokumentieren. Der Vertrag selber sollte daher klare Angaben zu der nötigen Ausgestaltung und Qualität der bestellten Waren und Produkte enthalten.

Nur eine gleichbleibende Qualität des gelieferten Materials sichert Ihnen einen gleichbleibenden hohen Qualitätsstandard der eigenen Erzeugnisse. Wichtig ist auch, dass die einzuhaltenden Lieferzeiten ausführlich dokumentiert und die Zahlungspflichten angegeben werden. Ein sorgsam ausgearbeiteter Zulieferervertrag ist die Basis und Rechtsgrundlage für die außergerichtliche oder gerichtliche Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen.

Kommt es während der Dauer des Vertrages zu Qualitätsschwankungen oder verspäteten Lieferungen, ermöglicht ein umfassend formulierter Lieferantenvertrag eine effiziente Durchsetzung der eigenen Kompensationsansprüche. In Hinblick auf die eigenen Fertigungsprozesse als auch die durch Schlechtleistung von Lieferanten möglicherweise entstehenden wirtschaftlichen Schäden, z.B. der drohende Verlust eines kostenintensiv aufgebauten Markenimage, ist ein mit Weitblick erstellter und rechtlich umfassender geprüfter Kauf- oder Lieferantenvertrag unerlässlich.

Exklusivvereinbarungen

Fertigen Sie ein Erzeugnis, das existenziell von der Zulieferung eines bestimmten Materials oder Produktes abhängt, lohnt es sich mit einem Lieferanten über eine Exklusivvereinbarung zu verhandeln. Sobald Sie sich mit dem Zulieferer darauf einigen, dass dieser nur noch lediglich Sie mit dieser bestimmten Ware beliefert, können Sie sich wertvoll von den konkurrierenden Produkten der Wettbewerber absetzen.

Darüber hinaus erschweren Sie Wettbewerbern die eigenen Produkte in kurzer Zeit nachzuahmen. Dieser Wettbewerbsvorsprung kann ein wertvoller Zeitgewinn im Markenaufbau eines Produktes bedeuten und rechtfertigt damit mitunter auch die kostenintensive Exklusivpartnerschaften mit einzelnen Zulieferern.


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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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