Wie kann man Urheberrechte nachweisen? – Hinterlegung beim Anwalt hilft!

Wer die perfekte Idee zum richtigen Zeitpunkt hat und sie dann auch noch mit etwas Glück gut verkaufen kann hat nicht selten ausgesorgt. Doch was passiert, wenn einem jemand anders zuvorkommt? Wie lässt sich beweisen, wer das Werk tatsächlich geschaffen hat? Zum Nachweis der Urheberschaft kann eine Hinterlegung beim Anwalt sinnvoll sein!

© Aaron Amat / Fotolia.com

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Das Problem des Nachweises der Urheberschaft lässt sich anhand eines einfachen Beispiels skizzieren: Ein Komponist schickt einer Plattenfirma ein Demotape seines selbstkomponierten bisher unveröffentlichten Songs. Die Plattenfirma sendet die Aufnahme zurück und schreibt, sie habe kein Interesse daran. Kurze Zeit später veröffentlicht sie einen Song mit genau der gleichen Melodie, ohne den tatsächlichen Komponisten auch nur zu erwähnen. Was kann der Komponist in diesem Fall tun, um zu beweisen, dass er Urheber ist?

Entstehung des Urheberrechtsschutzes

Wichtig ist zunächst zu wissen, dass das deutsche Urheberrecht keinen Ideenschutz vorsieht. Urheberrechtlich geschützt ist also immer nur die konkrete Ausgestaltung der Idee. Daher ist mit bisher nicht umgesetzten Ideen äußerst vorsichtig umzugehen, wenn man verhindern möchte, dass die Idee geklaut wird.

Der urheberrechtliche Schutz entsteht in dem Moment, in dem das Werk geschaffen wurde. Ab diesem Zeitpunkt stehen dem Urheber alle Rechte aus dem Urheberrechtsgesetz zu, ohne dass es einer Anmeldung oder Registrierung bedarf. Unerheblich ist auch, ob das Werk schon veröffentlicht wurde.

Nachweis der Urheberschaft durch Hinterlegung

Wer muss also im Streitfall beweisen, dass er Urheber ist? Ist das Werk einmal veröffentlicht, so gilt nach § 10 S. 1 UrhG die Vermutung, dass derjenige Urheber ist, der auf Vervielfältigungsstücken des Werkes als Urheber bezeichnet ist. Wenn also in obengenanntem Beispiel Komponist XY als Urheber auf der CD angegeben ist, gilt zunächst die Vermutung, dass er tatsächlich Urheber ist. Der echte Urheber muss dann also beweisen, dass dies nicht der Fall ist. Hierbei kann eine Hinterlegung des Werkes beim Anwalt helfen!

Die Hinterlegung ermöglicht es, den Prioritätsnachweis zu führen, da hierbei genau festgehalten wird, wann das Werk hinterlegt worden ist. Erscheint also ein identisches oder teilweise identisches Werk nach diesem Zeitpunkt liegt es nahe, dass es sich um ein urheberrechtsverletzendes Plagiat handelt. Kann der Plagiator dann nicht beweisen, dass er das Werk schon vor dem Hinterlegungszeitpunkt geschaffen hat, wird er den Prozess sehr wahrscheinlich verlieren. In diesem Fall stehen dem Urheber u.a. Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche gegenüber dem Rechtsverletzer zu.

Der Vorteil einer anwaltlichen Hinterlegung besteht außerdem darin, dass einem Anwalt als Organ der Rechtspflege in erhöhtem Maße Vertrauen entgegengebracht wird. In Internetforen vorgeschlagene Alternativen wie z.B. das Versenden eines verschlossenen an sich selbst adressierten Umschlags, der das Werk enthält, haben aufgrund der vielfältigen Manipulationsmöglichkeiten keine ausreichende Beweiskraft vor Gericht.


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