Sportrecht

Doping: 2 Jahre Sperre für DSV-Schwimmerin

Die Schwimmerin des deutschen Schwimmverbands (DSV) Sonja Schöber bleibt wegen Dopings bis zum 5. November 2011 gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab einer Berufung der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) gegen die vom Schiedsgericht des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) verhängte Sanktion statt.

Sonja Schöber, Olympia-Teilnehmerin von Peking, war im August und Oktober 2009 jeweils positiv auf Testosteron getestet worden. Der DSV hatte daraufhin eine Zweijahressperre beantragt, das DSV – Schiedsgericht hatte die Schwimmerin daraufhin am 06.05.2010 für ein Jahr gesperrt, dh. die Starterlaubnis für diesen Zeitraum entzogen.

Dagegen hatte die NADA mit Schreiben vom 21. Mai 2010 Rechtsmittel beim CAS eingelegt. Die Berufung richtete sich auf die Zeitspanne der Sperre von einem Jahr. Die NADA argumentierte, dass unter Berücksichtigung aller Argumente eine Sperre von 2 Jahren unumgänglich sei. Die Schwimmerin hatte die positiven Dopingkontrollen auf die Einnahme verunreinigter Nahrungsergänzungsmittel zurückgeführt. Der CAS schloss sich der Argumentation der NADA an, eine Fahrlässigkeit sei hier nicht nachweisbar gewesen.

Die Athletin hat das Urteil und die 2 Jahressperre anerkannt und bleibt nun bis zum 05.11.2011 gesperrt. Die durch den CAS angefallenen Kosten tragen die im Verfahren unterlegenen Parteien.

Michael Beuger ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE. Er hat sich auf die Beratung mittelständischer Unternehmen aus der Bau-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Werbebranche in allen wichtigen Wirtschaftsfragen, spezialisiert.

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