Sportrecht

CAS-Entscheidung: Radprofi Winokurow kein Schadensersatz an die UCI

Der Radprofi Alexander Winokurow muss trotz seines Dopingbefunds bei der Tour de France 2007 keinen Schadensersatz an den Weltverband UCI zahlen. Die UCI hatte von Winokurow 1,2 Millionen Euro Schadensersatz gefordert auf Grund einer von Winokurow unterschriebenen Erklärung vor dem Start der Tour 2007.

Der internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne urteilte bereits am 30.08.2010, dass sich die von Winokurow unterschriebene Athletenerklärung an die Öffentlichkeit, die Medien, die Sponsoren und die Tour-Organisatoren richte, nicht aber gegenüber dem Weltverband UCI Wirkung habe. Entsprechend sei eine Geldstrafe, verhängt durch die UCI, nicht von der Athletenerklärung gedeckt und eine Schadensersatzforderung habe damit keine rechtliche Grundlage. Winokurow wurde bei der Tour de France 2007 des Fremdblutdopings überführt.

Der Kasache und sein Astana-Team verließen daraufhin fluchtartig die Rundfahrt. Die positive Dopingprobe führten zu einer 2jährigen Sperre Winokurows, der im Jahr 2009 in den Profi-Sport zurück kehrte und bei der Tour de France 2010 durch einen Etappensieg wieder auf sich aufmerksam machte. (CAS 2008/A/1458 UCI v. Vinokourov & KCF, 30.08.2010)

Michael Beuger ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE. Er hat sich auf die Beratung mittelständischer Unternehmen aus der Bau-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Werbebranche in allen wichtigen Wirtschaftsfragen, spezialisiert.

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