Social Media und Recht

Social Marketing – Was bei Werbung in sozialen Netzen zu beachten ist | Teil 6

Das Web 2.0 bietet einen breiten Fächer an Möglichkeiten für Werbung und Imagepflege. Dazu verspricht es auch unschlagbar günstig zu sein.

Kein Wunder, dass der ganz überwiegende Teil deutscher Unternehmer den Weg ins Netz sucht um sich zu präsentieren.

Ob Fanpages bei Facebook, Blogs oder Twitter – den Möglichkeiten des Social Marketings sind kaum Grenzen gesetzt. Oder doch? Wir zeigen Ihnen in 10 Schritten, was Unternehmen aus rechtlicher Sicht unbedingt beim Social-Media-Marketing beachten sollten.


© HaywireMedia – Fotolia.de

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Teil 6 – Werbung auf die Seite bringen

Ein großer Teil des Marketings spielt im Bereich der Werbung. Wer in sozialen Netzwerken für seine Unternehmen werben möchte, sollte dabei unbedingt die jeweiligen Richtlinien der Plattformen beachten.

Während Google in seinen Wettbewerbs- und Werberichtlinien Werbung in Form von „coupons, sweepstakes, offers, coupons or other such promotions“ nur unter Verlinkung und nicht direkt auf der Google+Page gestattet, ist dies beim Facebook zwar generell erlaubt, unterliegt aber hinsichtlich Inhalt, Design und Platzierung ebenfalls strengen Reglementierungen.

Bezahlte Statusmeldungen und Werbung als Profilbild sind bei Facebook etwa tabu. Hinsichtlich der Verortung der Werbung sollte unbedingt auf die dafür vorgesehen Flächen zurückgegriffen werden. Auch auf der eigenen Seite dürfen die Titelbilder nicht zum Werbebanner werden.

Möchten Unternehmen Gewinnspiele veranstalten, müssen sie beachten, dass dies häufig nur unter strengeren Auflagen erlaubt ist. Facebook fordert in seinen eigens dafür aufgestellten Richtlinien etwa, dass die Gewinnspiele nicht direkt in Facebook eingebunden sind, sondern auf eigenen Servern ablaufen und keine Facebookfunktionen dazu genutzt werden.

Auch inhaltlich werden von den meisten Betreibern Vorgaben gemacht, die beispielsweise gewalttätige oder erotische Bilder verbieten. Für die Einzelheiten empfiehlt sich auch hier das Studium der jeweiligen Richtlinien.

Daneben gelten natürlich auch die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen.

Dazu gehört jedenfalls das Transparenzgebot (vgl. z.B. § 6 TMG, § 4 Nr. 3 UWG), dass es gebietet Werbung und PR immer als solche kenntlich zu machen – dazu später mehr.

Unterlassen werden sollten zudem vergleichende Äußerungen. Sonst riskieren Sie schnell eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung. Vor- und Nachteil des Internets ist, dass jeder Ihre Äußerungen lesen kann. So können auch Nebensächlichkeiten zu teuren Abmahnungen führen. Erlaubt sind grundsätzlich Tatsachenbehauptungen und Vergleiche, die auf überprüfbare und relevante Kriterien zurückzuführen sind.

Weitere Teile der Serie zum Social Marketing finden Sie hier.
 
Sehen Sie zum Thema Social Media Recht auch unseren YouTube Beitrag:
 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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