Social Media und Recht

Neue Facebook Policys für Werbeanzeigen und Titelbilder

Seit dem 15.01.2013 gelten für die Betreiber von Facebook Seiten neue Richtlinien. Hier alle wichtigen Infos im Überblick.

Werbeanzeigen

In der Facebook-Werberichtlinie heißt es jetzt unter Ziff. III. D.:

© kbuntu – Fotolia.de

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D.    Bilder

Werbeanzeigen und gesponserte Meldungen für Neuigkeiten, die ihren Ursprung auf Seiten haben, dürfen keine Bilder mit mehr als 20 % Text enthalten (gültig ab 15. Januar 2013)

Dafür sollen nun andere Vorgaben wegfallen. Bislang war die Gestaltung von Werbeanzeigen nämlich auch inhaltlich beschränkt. Z.B. durften Werbeanzeigen keine Kontaktinformationen, Preise, oder sog. „Calls-to-action“ (z. B. Aufrufe wie „Hol dir jetzt das neue …“) enthalten. Diese Regelung soll nun wegfallen. In der deutschen Fassung der Werberichtlinie ist sie jedenfalls schon jetzt nicht mehr enthalten. Zu beachten ist daher in erster Linie die 20%-Regelung. Je nach Art der Werbung oder Art des Produktes (Produkte für Erwachsene, Alkohol, Dating…) können aber auch andere Bestimmungen relevant sein. Daher ist zu empfehlen, vor jeder Gestaltung einer Werbeanzeige diese auf ihre Vereinbarkeit mit der Facebook-Werberichtlinie zu überprüfen.

Titelseite

Auch die Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten wurden überarbeitet. Für Titelseiten gilt jetzt ebenfalls die 20%-Regelung. Die anderen Beschränkungen wie das Verbot von Preis- oder Kaufinformationen, Kontaktangaben oder „Calls to action“ bleibt hier jedoch bestehen. Unter III. B. heißt es jetzt:

„Titelbilder dürfen folgende Elemente nicht enthalten:

i.    Bilder mit mehr als 20 % Text;

ii.    Preise oder Kaufinformationen, wie „40 % Rabatt“ oder „Lade es auf socialmusic.com herunter“;

iii.    Kontaktinformationen, wie Adressen für Webseiten, E-Mail-Adressen, Postanschriften oder Informationen, die in den „Info“-Abschnitt der Seite gehören;

iv.    Verweise auf Facebook-Funktionen oder -Handlungen, wie „Gefällt mir“ oder „Teilen“ oder Pfeile, die vom Titelbild aus auf diese Funktionen zeigen; oder

v.    Handlungsaufrufe, wie „Hol es dir jetzt“ oder „Erzähle deinen Freunden davon“.“

Messung der 20%-Grenze

Um die 20%-Regelung durchzusetzen wird Facebook ein Tool erstellen, durch welches das Bild in 5×5 gleich große Raster aufgeteilt wird. Maximal 5 der Kästchen dürfen dann Text enthalten, damit die 20%-Grenze eingehalten wird. Das Tool zur Überprüfung wir wahrscheinlich in Kürze zur Verfügung stehen. Bis daher kann man aber auch mit Programmen wie Photoshop prüfen, ob Titelbild oder Werbeanzeige den geltenden Richtlinien entsprechen.
 
Sehen Sie zum Thema Social Media Recht auch unseren YouTube Beitrag:
 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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