Social Media und Recht

Facebook startet Kampf gegen Fake-News

Das US-amerikanische Internetunternehmen Facebook nimmt den Kampf gegen Fake-News auf: Facebook hat nun angekündigt das „Facebook Journalism Project“ zu starten. Ziel ist die effizientere Bekämpfung von Fake-News. Gleichzeitig soll es den Nutzer des sozialen Netzwerkes einfacher werden, Falschmeldungen und fehlerhafte Informationen zu melden.

Facebook startet Kampf gegen Fake-News © ferkelraggae-Fotolia

Fake-News als gesellschaftliches Problem

In den letzten Monaten erschienen immer wieder Berichte über Fake-News auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. Falschmeldungen können die Meinung der Leser erheblich ändern, Vorurteile schüren oder Entscheidungen beeinflussen. Zuletzt diskutierten dies haftig Fachleute in Bezug auf die US-Präsidentenwahl. Due USA warf ausländischen Regierungen vor, dass sie bewusst Falschmeldungen in sozialen Netzwerken veröffentlicht haben, um das Wahlergebnis zu beeinflussen.

Kritik an Facebook

Ähnlich wie in Bezug auf den Umgang mit Hass-Kommentaren, wurde Facebook in der Vergangenheit teils erheblich kritisiert: Vielfach wurde dem Unternehmen ein zu lascher Umgang mit Fake-News vorgeworfen. Facebook habe zu wenig getan, um Falschmeldungen aufzuspüren und im Falle gemeldeter Beiträge oftmals gar nicht oder mit starker zeitlicher Verzögerung reagiert.

Facebook Journalism Project

Das soziale Netzwerk hat nun den Start des Facebook Journalism Project angekündigt. In Zusammenarbeit mit Medienunternehmen und Journalisten sollen neue und innovative Nachrichtenprodukte entwickelt werden. Gleichzeitig soll auch über die grundsätzlichen Möglichkeiten zur Nutzung von Facebook zu journalistischen Zwecken aufgeklärt werden.

Faktencheck durch Experten

Weiter kündigte Facebook an, dass das Unternehmen zukünftig in höherem Maße mit externen Fachleuten kooperieren wird, um die Echtheit von Meldungen besser prüfen zu können. Auch den Facebook-Nutzern soll die Meldung von Falschnachrichten einfacher werden.

Google mit ähnlichem Vorstoß

Der Suchmaschinenbetreiber Google hat bereits 2015 ein vergleichbares Projekt vorgestellt. Insgesamt 150 Millionen Euro möchte Google investieren, um gemeinsam mit Medienhäusern neue Entwicklungen anzustoßen.

Fazit

Es bleibt abzuwarten welche tatsächlichen positiven Auswirkungen das angekündigte Projekt haben wird. Klar ist, dass Fake-News ein ernstzunehmendes Problem darstellen: Sowohl für die gesellschaftliche Meinungsbildung, als auch für betroffene Personen, deren Identität zur Verbreitung falscher Nachrichten ausgenutzt wird. Betroffene Personen sollten nach Bekanntwerden von Falschmeldungen zeitnah unter Ausnutzung aller verfügbaren rechtlichen Unterlassung- und Abwehrmöglichkeiten gegen die Verbreitung vorgehen, um drohende Reputationsverluste zu minimieren. (NH)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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