Rechteklärung – Script Clearance

Script Clearance, zu Deutsch „Skriptfreigabe“, ist ein Prozess, bei dem ein Skript noch einmal auf alle möglichen Rechtsverletzungen überprüft wird. Eine solche Überprüfung ist stets zu empfehlen, da Rechtsverletzungen zu teuren Streitigkeiten führen und die Auswertung der Produktion beeinträchtigen können. Hier ein Überblick über die typischen rechtlichen Fallstricke bei der Erstellung eines Drehbuchs.

Der Teufel steckt im Detail

Unabhängig davon, ob es sich um ein fiktionales (Spielfilm, Werbefilm, TV-Serie etc.) oder ein non-fiktionales Drehbuch (Dokumentationen, Reportagen) handelt: Bei der Script Clearance werden noch einmal alle rechtlichen Aspekte des Drehbuchs unter die Lupe genommen. Häufig liegen die rechtlichen Probleme in kleinen Details. so kann der Einsatz von Spiel-Requisiten, wie eine scheinbar simple Cola Dose, eine Fotographie im Hintergrund oder ein Computerspiel, das im On gespielt wird, Urheber- oder Markenrechte verletzten oder ggf. auch gegen das Verbot der Trennung von Werbung und Programm verstoßen (Schleichwerbung). Auch Dialoge können die Rechte Dritter verletzen, beispielsweise durch die Nutzung eines markenrechtlich geschützten Spruches. Im dokumentarischen Bereich steht vor allem die Klärung eventuell betroffener Persönlichkeitsrechte im Vordergrund. Die Fallstricke sind breit gestreut und vielfach.

Der richtige Zeitpunkt für die Script Clearance

Die Script Clearance sollte vor Drehbeginn durchgeführt werden, damit eventuelle Änderungen noch vor Drehbeginn vorgenommen werden können.

Das ist allemal günstiger, als eine Szene ggf. nachbearbeiten zu müssen oder – worst case – neu drehen zu müssen.

Aber auch bei bereits abgedrehtem Material kann sich eine Überprüfung noch lohnen, denn in der Regel sehen die Verträge mit auswertenden Unternehmen vor, dass der Produzent garantiert, durch sein Filmwerk keine Rechte Dritter zu verletzen. Werden Rechte Dritter verletzt, so können vertragliche Schadensersatzforderungen auf den Produzenten zukommen.

Es kann daher im Einzelfall besser sein, eine kritische Szene nachzubearbeiten, als das Risiko einer Rechtsverletzung einzugehen.

Individuelle Beratung

Art und Umfang der rechtlichen Problemfelder unterscheiden sich je nach Art des Werkes erheblich. Ein Drehbuch erfordert daher eine individuelle, rechtliche Prüfung. Die Kosten von auch nur kleinen Rechtsverletzungen sind nicht zu unterschätzen.


Nur durch eine vorherige Prüfung lassen sich negativ Folgen vermeiden. Hierbei helfen wir Ihnen! Unser Expertenteam um Rechtsanwältin Rafaela Wilde steht Ihnen unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) gerne für eine erste Einschätzung zur Verfügung.


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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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