Presserecht

Wikipedia-Fotografen beim WDR nicht erwünscht

Derzeit wird darüber diskutiert, ob der Westdeutsche Rundfunk (WDR) als Körperschaft des Öffentlichen Rechts verpflichtet ist, Fotografen, die keinen gültigen Presseausweis haben, sondern ehrenamtlich für Freies Wissen arbeiten, Zugang zu dessen Fototerminen zu gewähren.

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©-Sergej-Khackimullin-Fotolia

Akkreditierung abgelehnt

Ein Mitarbeiter von Wikipedia, einer der weltweit meist besuchten Websites, hat vergebliche versucht, sich für einen Fototermin des Senders zu akkreditieren, so heißt es in der Erklärung des Online-Nachschlagewerks. Der WDR wiederum weist unter Berufung  auf das Landespressegesetz darauf hin, dass er zu seinen Fototerminen ausschließlich Fotografen zulasse, die einen gültigen Presseausweis besitzen.

Informationsfreiheitsgesetz NRW

Nun habe Wikimedia Deutschland vom WDR „sämtliche Informationen des WDR zu deren Akkreditierungspraxis von Journalisten und sonstigen Teilnehmern bei WDR-Pressekonferenzen oder Presse-Foto-Terminen beantragt“. Wikimedia beruft sich dabei auf das Informationsfreiheitsgesetz Nordrhein-Westfalen. Anschließend soll juristisch geprüft werden, ob Wikipedia-Fotografen unter Berufung auf das Landespressegesetz Zugang gegeben werden muss.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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