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VDZ-Studie: Printgeschäft bleibt tragende Säule für Verlagshäuser

Durch die zunehmende Digitalisierung ist die Printbranche in eine Krise gekommen. Doch ein Vorzeichenwechsel ist noch lange nicht erreicht: Die meisten Verlagshäuser erwirtschaften ihre Gewinne weiterhin im Printbereich.

Laut einer Studie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ist für 75% der deutschen Verlagshäuser das Printgeschäft noch immer die tragende Säule. Und dies wird auch noch in den nächsten Jahren so bleiben, so die Erkenntnis der Studie: Auch 2015 werden sich, so die Schätzung, immerhin noch 54% der Verlaghäuser auf Printprodukte konzentrieren.

© svort Fotolia

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Digitalgeschäft wird weiter ausgebaut

Das Digitalgeschäft werde künftig weiter ausgebaut, man erwarte einen Anstieg von momentan 6% der Unternehmen, die sich in erster Linie auf das Online-Geschäftsfeld konzentrieren, auf 18% im Jahr 2015, so die Studie. Allerdings sei für die meisten Verlage das Digitalgeschäft kein Ersatz, sondern eine Ergänzung des Printgeschäfts.

Kombination von Print und Digital

Für die Optimierung des Printgeschäfts setze man auf Kombinationen von Print-Titeln mit Digital-Angeboten. Doch auch im Digitalbereich gibt es Bewegung: rund 80% der Verlagshäuser wollen eine Paid-Content-Strategie entwicklen und ihre mobilen Dienste ausbauen. Zudem wolle man dem Leser ein besonderes Nutzungserlebnis verschaffen und vermehrt Bewegtbilder einsetzen.

Moderate Preispolitik geplant

Bei der Preispolitik verfolgen die Verlage einen moderaten Kurs: Im Printbereich wollen 71% ihre Copy-Preise bis 2015 nur leicht anheben, 22% sogar gar nicht. Im Digitalbereich wollen 42% der Zeitschriftenverlage die Preise für kostenpflichtige Digital-Angebote bis 2015 leicht erhöhen, 25% bleiben bei ihren alten Preisen, so die Meldung des VDZ.

Die Studie „Erlösstrategien 2015 – Zukünftige Handlungsfelder, Umsatzpotenziale und Vertriebsstrategien im Verlagswesen“ wurde vom VDZ – Verband Deutscher Zeitschriftenverleger in Zusammenarbeit mit KPMG und der Hochschule Fresenius erstellt. An der Befragung nahmen insgesamt 83 Vorstände, Geschäftsführer und Verlagsmanager aus Zeitschriften- und Zeitungsverlagen teil.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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