Presserecht

Transparency Deutschland fordert Ende von Journalistenrabatten

Die Deutsche Bahn hat kürzlich bekannt gegeben, ab dem 15. April 2012 den Journalistenrabatt für die Bahncard abzuschaffen. Bislang konnten Journalisten die Bahncard 50 zum halben Preis erwerben.

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. hat diese Entscheidung begrüßt und fordert ein Ende sämtlicher Journalistenrabatte. Jürgen Marten, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland, sagte dazu: „Journalistenrabatte sind anachronistisch. Unternehmen sollten nicht auf bessere Berichterstattung schielen, indem sie Journalisten potenziellen Interessenkonflikten aussetzen.“ Auch die Deutsche Bahn hatte die Sonderkonditionen für Pressevertreter als „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnet.

Gerade im Zuge der Affäre um Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff gibt es momentan vermehrt Diskussionen darüber, ob Journalisten überhaupt Vergünstigungen in Anspruch nehmen sollten. Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) sieht die Verantwortung dabei bei jedem einzelnen Pressevertreter. „Klar ist: Journalisten haben keine Vorbildfunktion, sie sind nicht vom Volk gewählt. Aber ebenso klar ist auch, dass die Glaubwürdigkeit des Journalismus vom Verhalten seiner 73.000 hauptberuflichen Journalisten mitbestimmt wird“, heißt es in einer Meldung des DJV.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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