Presserecht

LG München spricht „Bild“-Journalist erneut frei

Das Landgericht München hat in der Prostituierten-Affäre um Schauspieler Ottfried Fischer den „Bild“-Journalisten erneut von allen Anklagepunkten freigesprochen. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Journalist den Schauspieler nicht erpresst habe und bestätigte somit den Freispruch des Landgerichts 2011.

Ottfried Fischer hatte dem Bild-Journalisten vorgeworfen, ihn mit einem Video, das ihn beim Sex mit einer Prostituierten zeigt, zu einem Interview erpresst zu haben. Im Oktober 2010 verurteilte das Amtsgericht München den Journalisten zu einer Geldstrafe von 14.400 Euro, das Landgericht München sprach den Journalisten jedoch im Berufungsprozess 2011 frei. Das Oberlandesgericht München hatten den Freispruch 2012 aufgehoben. Die Richter folgten damals einem Revisionsantrag von Staatsanwaltschaft und Fischer selbst, so die Angaben des Medienmagazins kress.de.

Das Gericht betonte, dass keine Strafbarkeit beim Gebrauch von Bildern (Paragraf 201a StGB) gegeben sei, wenn Journalisten brisante Fotos oder Filme entgegennehmen und sichten und wenn sie dann auch mit dem Betroffenen über das Material sprechen, so die Meldung des Axel Springer Verlags. Der Angeklagte habe jedoch keinen Druck auf Fischer ausgeübt, sondern lediglich Interesse an einem Interview bekundet, so das Gericht.

Claas-Hendrik Soehring, Leiter Medienrecht Axel Springer AG, bezeichnet das Urteil als „Sieg für die Recherchefreiheit der Presse“.
 
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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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