Presserecht

Journalisten-Tarifverhandlungen ohne konkrete Ergebnisse

Am Freitag hatten sich Vertreter des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), des Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und der Deutschen Journalisten-Union in ver.di getroffen, um über einen neuen Gehaltstarifvertrag sowie einen neuen Manteltarifvertrag für Journalisten bei Tageszeitungen zu verhandeln.

Im Vorfeld hatte BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf bekannt gegeben, dass das bestehende Tarifsystem mit Blick auf die moderne Arbeitswelt umgebaut werden müsse. „Die Regelungen stammen aus dem letzten Jahrhundert und hatten damals ihre Berechtigung“, so Wallraf.

© svort Fotolia

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Der DJV hatte sich ebenfalls für eine sinnvolle Modernisierung der Tarifverträge eingesetzt, z. B. durch die Integration der Online-Redakteure von Zeitungsportalen in das Tarifwerk. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sagte im Vorfeld: „Für einen Umbau sind wir zu gewinnen, für den Abbau tariflicher Standards nicht.“ Der DJV fordert eine Erhöhung der Gehälter um 6%,  die dju eine Erhöhung von 5,5%.

Regionale Tarifstrukturen

Nach vier Stunden seien am vergangenen Freitag die ersten Verhandlungen ohne konkrete Ergebnisse beendet worden, so die Meldung des DJV. Die Seite der Verleger habe trotz der Ankündigung eines Flächentarifvertrags über die Einführung regionaler Tarifstrukturen gesprochen, welche an die jeweilige Kaufkraft gekoppelt sein sollten, so die Meldung des DJV weiter. Nach Ansicht der Verleger müsse der Flächentarifvertrag den unterschiedlichen wirtschaftlichen Lebensbedingungen in den verschiedenen Regionen Deutschlands Rechnung tragen, so die Meldung des BDZV.

Lohnforderungen „überzogen“

Die Forderungen der Lohnsteigerung von 6% habe der BDZV als „überzogen“ bezeichnet, so die Angaben des DJV. Wallraf betonte hingegen, dass man die Gehaltsvorstellungen der Gewerkschaften nicht von den übrigen Verhandlungsgegenständen trennen könne.

Die Verhandlungen werden am 23.08. weitergeführt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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