Presserecht

Honorar: Journalistenverbände erzielen Etappensieg für Freie

Der Deutschen Journalisten-Verband und die Deutsche Journalisten-Union in ver.di haben vor Gericht einen Etappensieg für freie Journalisten erzielt.

Demnach darf die Rheinische Redaktionsgemeinschaft künftig ihre Honorarvereinbarung für freie Journalisten in einem zentralen Punkt nicht weiter anwenden. Das hat das Landgericht Köln in einer Einstweiligen Verfügung festgestellt (Az. 33 O 186/14).

© svort Fotolia

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Die Rheinische Redaktionsgemeinschaft, die für den Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau tätig ist, hatte in ihren Honorarvereinbarungen u. a. die Forderung, dass sich freie Journalisten als nebenberuflich tätige Journalisten einstufen müssen. Dagegen hatten DJV und dju einen Antrag eingereicht, so die Meldung des DJV weiter. Das LG Köln hat dies nun mit sofortiger Wirkung untersagt.

Freie sind keine Amateure

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken zeigte sich darüber erfreut: „Damit ist der Versuch gestoppt, die Freien auf Amateurstatus zu degradieren und ihnen die Bezahlung nach den gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie an Tageszeitungen vorzuenthalten.“

Keine Abqualifizierung von Freien

Dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß ergänzte: „Journalismus ist keine Liebhaberei, der man neben einem Hauptjob nachkommt. Die Vergütungsregeln gelten für hauptberuflich tätige freie Journalistinnen und Journalisten. Darum kann sich auch die Redaktionsgemeinschaft des DuMont-Verlags nicht herum mogeln, indem sie die Kolleginnen und Kollegen abqualifiziert.“

Dies sei nach Ansicht der Journalistenverbände aber nur ein Etappensieg, die Verlage müssten aufhören, die freien Journalisten mit „Brosamen abzuspeisen“. Guter Journalismus sei nun mal auf gute Arbeitsbedingungen angewiesen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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