Presserecht

Fälschlich gerügt: Brand Eins will gegen Deutschen Presserat klagen

Der Deutsche Presserat hatte Ende der letzen Woche die kürzlich erteilten Rügen veröffentlicht. Darunter befand sich auch eine Rüge gegen das Wirtschaftsmagazin „Brand Eins“ – fälschlicherweise, wie das Magazin bekannt gab. Man plane nun, gegen die falsche Meldung des Deutschen Presserats juristisch vorzugehen.

Der Deutsche Presserat hatte eine Sonderveröffentlichung des Magazins Brand Eins gerügt. Nach Ansicht des Presserats sei in der Sonderausgabe, die dem regulären Heft beilag und die Pharmaindustrie zum Thema hatte, die Trennung von Redaktion und Werbung nicht gegeben gewesen. Der Presserat schrieb in seiner Pressemeldung, dass es sich bei dem kritisierten Heft um eine Auftragsproduktion handele, die aber den Anschein erwecke, eine redaktionelle Beilage von „Brand Eins“ zu sein. So hieß es in der Pressemeldung, die mittlerweile nicht mehr auf der Webseite des Deutschen Presserats zu finden ist: „Die Redaktion des Wirtschaftsmagazins (sc. brand eins) hatte – im Auftrag des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie – eine Publikation geschrieben …“

Brand Eins hat nun angekündigt, gegen diese Falschmeldung juristisch vorgehen zu wollen.

In einer Pressemeldung des Magazins heißt es zu der Rüge des Presserats: „Dies entspricht nicht den Tatsachen. Nicht nur im Impressum der gerügten Publikation, sondern auch in der Stellungnahme, die die brand eins Redaktions GmbH & Co. KG im Rahmen des Beschwerdeverfahrens gegenüber dem Presserat abgegeben hat, wird ausdrücklich mitgeteilt, dass es sich um eine Publikation der Verlagstochter brand eins Wissen GmbH & Co. KG handelt. Dabei handelt es sich um die Corporate Publishing-Gesellschaft der brand eins Medien AG, mit eigener Geschäftsführung und eigener Redaktion, die seit 2001 Publikationen im Auftrag erstellt. Die Redaktion des Wirtschaftsmagazins brand eins war zu keinem Zeitpunkt in die Arbeit an dieser Fremdproduktion involviert.“

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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