Presserecht

DJV kritisiert versuchte Einflussnahme Wulffs

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat sich zu den jüngsten Entwicklungen in der Kreditaffäre um Bundespräsident Wulff geäußert. In einer Pressemeldung sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: „Prominente müssen sich kritische Berichterstattung als Teil der Meinungsfreiheit gefallen lassen. Das müsste niemand besser wissen als der erste Mann im Staat.“

Der DJV reagiert damit auf die Meldung, dass Wulff im Dezember mit einem Anruf bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann versucht habe, die Veröffentlichung des Berichts über die Finanzierung seines Privathauses zu verhindern.

Als Staatsoberhaupt habe Wulff eine Vorbildfunktion, so die Meldung weiter. Insofern seien die Versuche der Unterbindung einer Berichterstattung nicht mit seiner Erklärung vom 22. Dezember, in der er die Bedeutung der Pressefreiheit ausdrücklich hervorgehoben habe, vereinbar, schreibt der DJV. Journalisten sollen sich auch künftig nicht von Prominenten beeinflussen lassen, so die Forderung des Verbandes: „Kritische Berichterstattung und Information der Öffentlichkeit sind und bleiben das Tagesgeschäft von Journalisten.“

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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