Presserecht

DJV kritisiert Beschränkungen für Presse im Tucge-Prozess

 

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Einschränkungen für die berichterstattende Presse im Tucge-Prozess kritisiert.

Nach Ansicht des Verbandes seien die Regularien des Landgerichts Darmstadt für die Presse eine Einschränkung der Berichterstattungsfreiheit.

Journalisten dürfen nach Angaben des DJV keine Laptops im Gerichtssaal benutzen, obwohl längere Prozesspausen, die von den Journalisten für eine Berichterstattung genutzt werden könnten, nicht vorgesehen seien. Zudem verliere man seine Akkreditierung, sollte man den Gerichtssaal verlassen, so die Meldung des DJV weiter.

© svort Fotolia

© svort Fotolia

Die auf 25 beschränkten Presseplätze wurden zuvor per Losverfahren vergeben. Es sei aus Sicht des DJV nicht nachvollziehbar, dass nicht aus den Fehlern vom NSU-Prozess gelernt wurde.

Beschränkungen aufheben

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken kritisierte dies als „unerträgliche Zustände“. So betonte er: „Der Tod der Studentin Tugce hatte die gesamte deutsche Öffentlichkeit tief bewegt. Es geht nicht an, dass das Landgericht Darmstadt das Verfahren wie einen Geheimprozess führt.“ Von daher müssen die Beschränkungen für die Journalisten unverzüglich aufgehoben werden, so die Forderung von Michael Konken.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×