Presserecht

DJU: Pressefreiheit durch ökonomische Zwänge eingeschränkt

Am heutigen Tag der Pressefreiheit hat die Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di) auf ihre Bedenken der Einschränkung der hiesigen Pressefreiheit durch ökomische Zwänge kundgetan.

Ulrich Janßen, Vorsitzender der DJU, sagte in einer Meldung der DJU: „Auch wenn in Deutschland Journalistinnen und Journalisten nicht auf offener Straße erschossen werden, lohnt die Frage, wie die Pressefreiheit hierzulande gewährleistet werden kann.“

Janßen hob vor allem die sich verschlechternden, ökonomischen Bedingungen für Journalisten hervor: „Ökonomische Zwänge schränken die Pressefreiheit ein, darüber brauchen wir uns keine Illusionen zu machen. Je größer diese Zwänge auf Freie, aber zunehmend auch auf fest angestellte Journalistinnen und Journalisten sind, desto mehr leidet die Qualität der journalistischen Arbeit. Auf Dauer hat dies negative Auswirkungen auch auf die Demokratiefähigkeit unserer Gesellschaft.“

Freie Journalisten müssten nach den verbindlich vereinbarten Vergütungsregeln honoriert werden, so Janßen. „Die Pressefreiheit ist bei marktlustigen Managern, die nicht zwischen Preis und Wert unterscheiden wollen oder können, nicht gut aufgehoben“, so Janßen in der Meldung der DJU.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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RSSKommentare (1)

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  1. „Staatliche TV- und Radiosender des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks haben ihre Berechtigung und eine wichtige Rolle in demokratischen Gesellschaften. Sie nutzen aber wenig, wenn es daneben nicht starke, private und unabhängige Medienhäuser gibt“, schreibt heute Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblattes.

    Ähnliches, dass Pressefreiheit nur geschäftlich gewährleistet werden kann, weil nur gut bezahlte Journalisten richtig recherchieren und die richtigen Meinungen und Kritiken verbreiten können, wird es heute auch in anderen Medien geben.

    Das ist ein guter Beweis für unsere Pressefreiheit. Alle blasen in das gleiche Horn und rufen zur Herrschaftssicherung des Bestehenden auf.

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