Presserecht

Boykottaufruf: Keine Berichterstattung über Coldplay-Konzerte

Im Rahmen der Akkreditierungsbestimmungen wurde vom Coldplay-Management bestimmt, dass die Fotografen ihr Bildmaterial zuvor in einem zu benennenden Medium veröffentlichen und dieses Material Coldplay zu eigenen Zwecken zur Verfügung stellen müssen. Des Weiteren wird festgelegt, dass die im Anschluss verwendeten Fotos nur drei Monate genutzt werden dürfen.

 

Der Deutsche Journalistenverband sieht hierin einen erheblichen Verstoß gegen das Urheberrecht und bemerkt, dass eine freie und ungehinderte Berichterstattung so nicht möglich sei. Er fordert deshalb die Bildjournalisten auf, nicht über die im Rahmen der Deutschlandtour stattfindenden Konzerte zu berichten. Auch der Bayrische –Journalistenverband hatte bereits vor dem Münchener Konzert dazu aufgerufen, die Berichterstattung zu boykottieren.

Tatsächlich kann der Boykott jedoch nur dann Erfolg haben, wenn sich die Journalisten geschlossen dazu entscheiden, den Konzerten fern zu bleiben.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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