Persönlichkeitsrecht

ZDF „missbraucht“ User-Daten

Das ZDF hat eine Art „Schocktherapie“ für unbedarfte Internet-User in Auftrag gegeben. Mit der von Quadrolux für das ZDF entwickelten Facebook-Anwendung „Vermainzelt“ sollen User sensibilisiert werden, welche Informationen und Daten sie – bewusst oder unbewusst – auf sozialen Netzwerken und im Internet von sich preisgeben.

Nackedei statt Mainzelmännchen

Die Anwendung sieht dabei aus wie gewöhnliches Facebook-Spiel, und greift, wie viele Anwendungen auf dem sozialen Netzwerk auch, auf die angegebenen persönlichen Daten zu. Doch statt wie versprochen aus dem eigenen Profilbild ein lustiges Mainzelmännchen zu machen, wird das eigene Foto auf einen nackten Körper montiert. Diese Montage taucht mit persönlichen Informationen in einem Trailer auf.

Laut ZDF kann dieses Video nur von dem jeweiligen User gesehen werden, die verwendeten Daten werden nach zwei Stunden dauerhaft gelöscht. Die Anwendung läuft dabei auf Servern, die vom ZDF gehostet werden, das Unternehmen Facebook kann nicht auf die Daten zugreifen, so das ZDF auf der Webseite vermainzelt.de. Die Anwendung wurde im Zuge der Dokumentation „Hilfe – ich bin nackt“, die am 15.6.2011 ausgestrahlt wurde, programmiert. Ziel ist es, über Risiken und Gefahren im Umgang mit persönlichen Daten im Internet zu informieren.

 

Mehr Informationen unter:

http://vermainzelt.de/faq.php

http://typentest.zdf.de/nackt-im-netz/

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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