Medienrecht

Zum ersten Mal wird der „Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik“ vergeben

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) e.V. vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal den „Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik“. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert.

Personen oder Institutionen, die sich kritisch mit dem Journalismus auseinandersetzen und dazu beitragen die Demokratie zu stärken, sollen am 8. Juni 2015 für Ihr Engagement im Rahmen des 1. Kölner Forums für Journalismuskritik im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks ausgezeichnet werden.

Warum die kritische Auseinandersetzung mit dem Journalismus wichtig ist

Der Preis ist in Zeiten der Digitalisierung besonders wichtig, da der Journalismus eine gewisse Krise erfährt. Die Presse wird immer häufiger als Lügenpresse bezeichnet. Hinzukommt der Druck, der durch die kostenlos bereitgestellten Online-Medien entstanden ist. Mittlerweile holen sich die Nutzer ihre Informationen auch aus anderen Quellen, wie Blogs oder Videochannels.

Der Preis soll unter anderem daran erinnern, dass der Journalismus eine essentielle Rolle in einer funktionierenden Demokratie spielt. Nur wer gut informiert ist, kann sich eine Meinung über das politische und soziale Geschehen bilden. Ausgezeichnet werden somit diejenigen, die die Diskussion um Aufgaben und Fehlentwicklungen des Journalismus in der Öffentlichkeit wach halten.

Wer steckt hinter der „Initiative Nachrichtenaufklärung“?

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) e.V. ist eine medienkritische Nicht-Regierungsorganisation. Sie macht die Öffentlichkeit regelmäßig auf Themen und Nachrichten aufmerksam, die von den deutschen Massenmedien vernachlässigt werden. Der Geschäftsführende INA-Vorsitzende ist Prof. Dr. Hektor Haarkötter. Einmal jährlich präsentiert die INA die Top Ten der vernachlässigten Nachrichten. Günter Wallraff ist langjähriger Unterstützer und Jurymitglied der INA. Die Summe für die Ausrichtung des Preises für Journalismuskritik wurde vom Namensgeber, dem Fernsehsender RTL sowie der Medienrechtskanzlei Wilde, Beuger, Solmecke gestiftet. Das “1. Kölner Forum für Journalismuskritik” wird von der Rudolf-Augstein-Stiftung unterstützt.

Quelle: PM INA (http://www.derblindefleck.de/ina-vergibt-erstmals-guenter-wallraff-preis-fuer-journalismuskritik/)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. DJKaito [Mobile] sagt:

    Ich Schlag da mal Holger Kreimeyer (Fernsehkritik TV/MassengeschmackTV) vor. Obwohl das RTL überhaupt nicht passen wird. ^^

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