Medienrecht

ZDF legt Selbstverpflichtungserklärung für 2013/2014 vor

Das ZDF hat die Selbstverpflichtungserklärung des Senders für die Jahre 2013 bis 2014 vorgelegt. ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut erläuterte diese gegenüber dem Gremium.

Demnach sei es ein Ziel, die Hintergrundberichterstattung in den Bereichen Politik und Wirtschaft weiter auszubauen. „In Zeiten sozialer Netzwerke ist die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mehr denn je gefragt“, so Bellut.

Man plane zudem, crossmediale Erzählformate ausbauen und die „Innovationsfrequenz“ des Senders erhöhen, so die Meldung des ZDF. Bei den Digitalkanälen ZDFneo, ZDFinfo und ZDFkultur wolle man die Senderprofile weiterhin schärfen und mit modernen, anspruchsvollen Programmen vornehmlich das junge Publikum ansprechen.

Auch wolle der Sender weiterhin Initiativen zur Förderung und Entwicklung der Medienkompetenz von vor allem von jungen Menschen fördern und den barrierefreien Zugang weiter ausbauen, so die Meldung weiter.

Steigerung bei Internetangeboten

Im Bereich der Internetangebote konnte das ZDF für 2011 eine überdurchschnittliche Steigerung der Nutzerzahlen verzeichnen. Durchschnittlich 4,82 Millionen Besucher (Unique User) seien mit den Angeboten der ZDF-Familie (zdf.de, heute.de, zdfsport.de und tivi.de) erreicht worden, so die Meldung weiter. Dies bedeute einen Zuwachs von 9% gegenüber 2010. Dennoch belegte heute.de im vierten Quartal 2011 nur den 20. Platz der Nachrichtenangebote.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut sagte dazu: „Die Zahlen bestätigen die Einschätzung des Fernsehrates im Drei-Stufen-Test, dass die ZDF- Onlineangebote zwar eine wichtige publizistische Ergänzungsfunktion haben, dabei aber weder zu Marktverzerrungen führen, noch die Entwicklung kommerzieller Angebote behindern.“

„heute“-App in Planung

Die große Akzeptanz der ZDF-Mediathek zeige auch, dass man künftig weiterhin den Schwerpunkt auf Videoangebote legen solle, so Bellut. Daher plane man für 2013 eine Überarbeitung der Mediathek. Zudem soll ab 2013 eine heute-App und eine ZDF-App für Smartphones und Tablets die bereits etablierte App für die ZDFmediathek ergänzen, so die Meldung weiter.

Die Ankündigung der heute-App ist insofern interessant, da erst vor einigen Wochen im Streit um die Tagesschau-App ein Urteil verkündet wurde. Seit mehreren Jahren wehren sich private Verleger gegen das Zusatzangebot von ARD und ZDF, da sie darin einen wettbewerbswidrigen Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag sehen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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