Medienrecht

ZAK beanstandet Schleichwerbung bei N24

 

Die ZAK hat erneut über Verstöße gegen Werberichtlinien entschieden. Dabei wurde auch ein Fall von Schleichwerbung im Programm von N24 beanstandet.In ihrer letzten Sitzung hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) wieder über verschiedene Verstöße gegen Werberegelungen entschieden. Einen Verstoß gegen das verbot von Schleichwerbung sahen die Medienwächter dabei bei dem Nachrichtensender N24.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Schleichwerbung bei N24

Dabei ging es um drei Sendungen die bereits im Dezember 2014 ausgestrahlt wurden. In den Sendungen“„Camp David Expedition Kap Horn 2014″ wurde die Bekleidungsmarke „Camp David“ zu stark hervorgehboben. Dies sei als ein Verstoß gegen das Schleichwerbeverbot des Rundfunkstaatsvertrages zu werten, so das Fazit der Medienwächter. Die ZAK habe bereits eine entsprechende Beanstandung beschlossen, so die Meldung der Medienanstalten weiter.

Verstöße gegen Werberichtlinien bei Anixe SD

Ebenfalls bestandet wurden Verstöße gegen die Werberichtlinien im Programm des Veranstalters Anixe SD. Dieser hatte im Januar 2015 ein Teleshoppingfenster optisch und akustisch nicht klar als solches gekennzeichnet. Dies ist ebenfalls gegen die Bestimmung im Rundfunkstaatsvertrag.

Zudem hat die ZAK festgestellt, dass im Programm von Anixe SD die Dauerwerbesendung „Kinomagazin“ entgegen der Bestimmung im Rundfunkstaatsvertrag nicht als solche angekündigt und gekennzeichnet war, so die Meldung weiter.

Hintergrund

Die Landesmedienanstalten untersuchen die Werbepraxis der privaten Rundfunkprogramme. Dabei geht es um Die Fachreferenten stimmen dabei ihre rechtlichen Bewertungen untereinander ab und empfehlen einen Beschluss, der von der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) verbindlich entschieden wird.

Mit Beanstandungen werden Verstöße gegen die Werbebestimmungen von der zulassenden Landesmedienanstalt förmlich festgestellt. Die Sanktionen hängen dabei von der Schwere und der Häufigkeit der Verstöße gegen die Werberegelungen ab. Dies können Bußgelder bis 500.000 Euro bedeuten, als äußerste Sanktionsoption kann dem Sender sogar die Lizenz entzogen werden. (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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