Medienrecht

Wegen TV-Beitrag: MDR-Sendung „Brisant“ vor Gericht

Das ARD-Boulevardmagazin „Brisant“ hat Ärger: Vor dem Landgericht Hamburg muss sich die Sendung demnächst wegen einer Moderation verantworten.

Ein 49jähriger Mann hatte dagegen geklagt, dass das Magazin ihn in der Anmoderation eines Beitrags als „Mörder“ bezeichnet hatte, so ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Offenbar Notwehr

Der Mann hatte in Brasilien wegen eines Drogendelikts im Gefängnis gesessen und dort offenbar in Notwehr einen Mitinsassen getötet. Demnach läge der Tatbestand eines Mordes nicht vor.

Laut des „Spiegels“ hat der MDR, der die Sendung produziert, die Tatschilderung des Klägers als widersprüchlich bezeichnet, jedoch im Beitrag selbst die Tat als Notwehr dargestellt.

Begriff „Mörder“ als Stilmittel

„Insofern gehen wir davon aus, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer den Begriff ‚Mörder‘ in dem konkreten Kontext nicht im juristisch-technischen Sinne, sondern als Stilmittel verstehen“, so der MDR laut dem Spiegel.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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