Medienrecht

WDR-Rundfunkrat unterstützt geplante Strukturreform des Senders

Nach den ersten 100 Tagen im Amt hat der neue WDR-Intendant Tom Buhrow grundlegende Strukturreformen und einen härteren Sparkurs angekündigt. Der WDR-Rundfunkrat hat dem nun zugestimmt.

Man teile die Auffassung, dass der WDR umfassende strukturelle Veränderungen durchlaufen müsse, um auch zukünftig sicher aufgestellt zu sein, heißt es in der Meldung des Rundfunkrates.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Minus von 1,3 Mrd Euro

Buhrow hatte vor einigen Tagen auf die schwierige finanzielle Situation des WDR hingewiesen. Und er verwies auf eine alarmierende Prognose: Bei einem durchschnittlichen Preisanstieg von 2% pro Jahr, einem stabil bleibenden Rundfunkbeitrag und der Weiterverfolgung des bisherigen Sparkurses, würde das WDR-Budget in zehn Jahren dennoch ein Minus von knapp 1,3 Milliarden Euro aufweisen, so Buhrow.

Fehlbeträge kompensieren

Um die Fehlbeträge der kommenden Haushalte zu kompensieren müsse nun gehandelt werden, so die Zustimmung des Rundfunkrates. „Die bereits eingeleiteten Sofortmaßnahmen reichen hierfür nicht aus. Der WDR braucht eine Finanz- und Aufgabenplanung, die langfristig tragfähig ist“, so der Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses, Heinrich Kemper.

Nachhaltige Strukturen schaffen

Die Vorsitzende des Rundfunkrats, Ruth Hieronymi ergänzte: „Zur Behebung des strukturellen Haushaltsdefizits ist es unausweichlich, dass im WDR Prioritäten gesetzt werden. Der WDR hat mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Es müssen Strukturen geschaffen werden, die ihn in die Lage versetzen, seine Aufgaben auch in Zukunft zu erfüllen. Der Rundfunkrat steht dem Intendanten bei dieser schwierigen Aufgabe konstruktiv zur Seite“, so Hieronymi laut der Meldung des Rundrates.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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